Man man manzoku

Um kurz den Titel zu erläutern: das ist aus einer Werbung für irgendeinen Schoko(?)Riegel und 満足 manzoku heißt „zufrieden“ und da ich mit der vergangenen Woche zufrieden bin und diese Werbung einfach zu einprägsam ist um sie zu ignorieren, hab mich ihrer einfach bedient.

Was also ist in der vergangenen Woche passiert?

Bis Mittwoch nicht viel, aber an eben jenem Mittwoch ging es, wer hätte es gedacht, mal wieder nach Tokyo um a) meinen Shippo umzutauschen, welcher bereits nach einer Woche das Zeitliche gesegnet hatte und b) zum Treffen mit einer Freundin.

a) verlief ohne Probleme, und die junge Angestellte im Diavlo Geschäft war einfach nur reizend <3

b) war auch sehr nett, trotzdem mir, während ich gewartet habe mal wieder ein Jobangebot der Sorte gemacht wurde, die man besser nicht annimmt

im Übrigen werden in diesem Post viele Bilder von Essen zu sehen, wer Hunger hat geht jetzt also erstmal was kochen und liest dann gemütlich weiter

Bild von Mittwoch

So viel zu Mittwoch, es folgt, wie schon seit vielen vielen Jahren der Donnerstag, an dem es eigentlich nur zum Club ging, in den Daiei zum Einkaufen und dann direkt heim, weil einfach alles nur schlecht war an dem Tag: Wetter, Laune, der Bus der vor der Nase wegfährt etc, aber zum Glück konnten meine Eltern der Sache Abhilfe verschaffen, denn für alles andere gibt es Visa.

War zwar nicht am Donnerstag, aber die Blumen sind für meine Mama, weil sie so drauf steht. Die waren einfach nur riesig, überhaupt sind die Blumen in den Gärten sehr groß und sehr sehr bunt

Gehen wir weiter zu Freitag, ganz normal Uni

vor dem Unterricht, alle noch relativ lebendig….

und mitten im Unterricht: schlafen, Gameboyspielen, Lesen – während sich der Prof mit seinem Vortrag beschäftigt, beschäftigen sich die Studenten mit … was ihnen grad einfällt.

Nach dem Unterricht hieß es Warten auf das 試食 shishoku (Kostprobe) von meinem Club. Geplant ist es während dem 文化祭 Bunkasai (wörtlich Kulturfest, jeder Club bereitet was vor, meistens Essen – während dem Bunkasai ist kein Unterricht) sollen Sandwiches verkauft werden und wir haben über Aufwand, Kosten und beste Zusammensetzung geredet, dabei viel Gegessen (man muss ja kosten, was man anderen andrehen will), geredet und gelacht. War ein sehr netter Abend. Besonders überrascht hat mich die Geschlechterratio: Jungs in der Überzahl, aber extrem – und so gut wie alle Erstsemester. Es ist auch Senpai von ihnen gekommen, aber ich war immernoch die Älteste, um ein paar Monate.

In Ermangelung eines Ofens, beziehungsweise einer Ofenfunktion der Mikrowelle, wurden die Semmeln einfach auf einer Art Grill(?) zubereitet, das tat schon ein wenig in der Seele weh, muss ich gestehen.

Am Samstag hatte ich dann das erste Treffen mit einem meiner Nachhilfeschüler, wobei es mir nicht wirklich wie Nachhilfe vorkam. Natürlich hab ich hier und da ausgebessert, besonders bei dem deutschen Text, den er geschrieben hat, aber sonst war es eher wie ein nettes Gespräch, da hat man schon fast ein schlechtes Gewissen für eine Stunde 2500 Yen (rund 25 Euro) zu bekommen, aber da hörts noch nicht auf, nein. Ich bekam noch einen Matcha Latte von Starbucks, ein Okonomiyaki und einen Kaffee spendiert und wahrscheinlch demnächst eine Willkommensfeier.

Sonntag, also heute, beziehungsweise gestern, wenn ich auf die Uhr schaue, stand das Treffen mit unsrem Professor aus Wien an. Nach ein wenig Hin und Her wurde dann ein Izakaya in Shinjuku ausgewählt, Treffpunkt Higashiguchi (Ostausgang). Wer meinen Blog öfters liest wird vielleicht schon erahnt haben, dass ich ein besonderes Verhältnis zu dieser Gegend habe: Verfolgungswahn!

Ali, Clara und ich sind vorher Hachiko in Shibuya besuchen gegangen und ein Getränk im Starbucks an der Kreuzung verdrücken, super Aussicht inklusive. Nachdem ich mich erfolglos versucht habe zu erinnern wo die Purikura-automaten sind, sind wir nach Shinjuku gefahren. Dort hab ich meiner Mister Donuts Kundenkarte wieder ein paar Punkte spendiert.

Leider hat er äußerlich die Zeit in meiner Tasche nicht gut verkraftet, aber geschmeckt hat er trotzdem. Den anderen gibts morgen zum Frühstück. Übrigens habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen mir die Schuhe anzuziehen, die ich mir anfänglich gekauft habe – gut das ich welche zum Wechseln mit hatte, aber ich habe mich tapfer geschlagen.

Das erinnert mich daran, wie ich nach dem wir im Starbucks waren auf Clara und Ali gewartet habe, haben mich zwei Japanerinnen beäugt – und nach ein paar Minuten kam plötzlich ein leises Stimmchen von der Seite, ob ich denn Japanisch verstehen könne. Geistig auf alles mögliche eingestellt bejae ich und bekomme erklärt : “ 可愛いから声を掛けました。“ In etwa „Weil du nett aussiehst wollten wir mit dir reden.“ Ich hab das Gefühl, ich bin ein Magnet für sowas.

Zurück zu Shinjuku: erstaunlicherweise waren die Bahnen heute verdammt leer, für Tokyo-Verhältnisse halt – wo sind nur die Männer wenn man mal welche belästigen will? -> Erklärung dazu: am Freitag hatten wir im Japanischunterricht die Frauenwagen zu Thema, die es in Japan gibt. Mit denen dürfen nur Frauen fahren, weil es vorkommen kann, dass sie in dem Gedränge sonst beleästigt werden. Irgendwie kamen wir dann dadrauf, dass es doch auch umgekehrt sein könnte, was mich an den Moment in der Bahn erinnerte, in welchem Ali an ihrem Vordermann klebte… Jedenfalls fragte unsere Lehrerin, ob sie denn mal einen Mann in der Bahn belästigen möchte – gut, da dachten wir, passende Gelegenheit gibt es in der Yamanote Linie immer, aber nicht heute!

Nachdem wir dann mehr oder weniger alle gefunden hatten ging es auf in das Izakaya, in welchem eine Speiße nach der anderen, und natürlich auch Getränke, aufgefahren wurden.

Edamame, Takoyaki, eine Art eingerolltes Omlett, eingelegte Gurke

Karaage

Pommes mit viel Knoblauch, immer leerer werdende Teller und immer voller werdende Mägen

mein Kiwi Sour, Yakitori, Yakisoba und was mit Udon

Ein Bild in die Runde

Die netten Leute vom Nachbartisch, die ein Gruppenbild von uns gemacht hab – warum nicht also auch eins von ihnen machen.

Die meiste Zeit haben wir uns darüber ausgetauscht, was wir so an der Uni machen, was wir machen müssen und allgemein unsere Erfahrungen bis her. Sehr netter und entspannter Abend.

Nach gut zwei Stunden haben wir uns dann alle verabschiedet, alle in stiller Dankbarkeit an unseren Professor, der, nachdem jeder von uns 1000 Yen beigesteuert hat, den Rest bezahlt hat. Das YCU Grüppchen, sprich Ali, Clara und ich sind dann noch eine Runde gelaufen und wir haben festgestellt, dass es im Regen nur halb so spaßig ist, da nicht wirklich was auf den Straßen los ist.

Aus der Bahn heim stammt dieses nette und für Japan typische Bild, eine Reihe schlafender Menschen, aber die beiden Mädls rechts haben einfach ein Photo herausgefordert.

Es folgen vollkommen zusammenhangslos Bilder, natürlich meistens von Essen!

Saisonaler Tee mit Milch: Montbanc – Geschmack!

105 Yen Dose mit einem nach Pfirsich schmeckendem Alkoholmischgetränk, empfehlenswert.

Nicht gerade die größte Pizza, wie die Hand verdeutlichen soll, die man bekommen kann, aber die billigste. 105 Yen. Selbst wenn ich 5 von denen kaufen würde wäre es billiger als eine normale zu bestellen. Geschmack: Thunfisch-Mayo

Instant Matcha au Lait – lecker.

Kabocha, Kürbis den man gekocht mit der Schale essen kann. Schmeckt süßlich, aber gut – und ein Viertel davon kostet nur rund 90 Yen, da klatschen Magen und Geldbörse in die nicht vorhandenen Hände.

nix zum Essen, Bild von vergangenem Mittwoch, nachdem ich wieder daheim war.

Ich denke das wars im Großen und Ganzen,

to be continued on … Wednesday, denn am Mittwoch geben Claras Leute aus ihrem Seminar eine kleine Halloween-Feier und Ali und ich wurden auch eingeladen. Dann kommt natürlich noch das Bunkasai und… ja, mal sehen.

2:25 Ortszeit, Gute Nacht

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Eine Antwort

  1. wow da haste ja einiges erlebt ist alles sehr interessant zu lesen und freut uns immer,toller bericht :-)
    die esserei sieht ja lecker aus :-)
    die blumen *binamstaunen*
    liebe knuddelgrüsse aus der heimat
    papa und mama

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