Tick Tack
31/12/2010

So vergeht die Zeit! Heute ist der 31ste Dezember und wir drei von der Yokohama werden uns zusammensetzen und eine Privatparty halten, nachdem in Japan Silvester/Neujahr nicht so wie bei uns die Party-Zeit ist.

Gut, dann lass ich mal die Knöchel knacken und versuche mich, mit Hilfe meines Kalenders im Handy – wer auch immer den eingebaut hat sei gesegnet- an den letzten Monat vom 8. an zu erinnern. Wie im letzten richtigen Eintrag geschrieben war der Plan sich die Beleuchtung von Minato Mirai anzuschauen – aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt nd während ich mich so zurückerinnere brauch ich erstmal ne Zigarette. Bin gleich wieder da. Haha.

So, frisch eingeräuchert wie die heiligen drei Könige bin ich wieder da und bereit zu allen Schandtaten und schmutzigen Details – die im übrigen nicht mal vorhanden sind, aber wenns zur Unterhaltung der Leserschaft dient kann ich gerne welche einbaun! :D

Okay, nach der Uni ging es auf nach Yokohama um mich mit Ken zu treffen, wie gesagt, Minato Mirai. Vorher waren wir noch, nach kurzen Irrungen und Wirrungen weil wir bei der falschen Station ausgestiegen sind, in China Town. Noch immer nicht gerade mein Lieblingsviertel, aber was solls. Danach gings zum Yamashita Koen und von dort aus Richtung Minato Mirai.

Da der Herr so gut wie keine Kondition hat haben wir da ne Weile gesessen, was ziemlich kalt geworden ist, aber hübsch anzusehen war es schon.

Bei den roten Backsteingebäuden war ne große Eisflauffläche und …. ein Weihnachtsmarkt! Eigentlich wollte ich da nochmal hin, aber war am Ende nicht mehr. Wenn der im Laufe der Zeit nicht noch größer geworden ist, ist das allerdings auch kein Verlust. Wäre wahrscheinlich eh viel zu teuer gewesen.

Nach ein bisschen Window-Shopping gings zurück nach Yokohama mit den obligatorischen Purikura.

Keine Ahnung wieso, aber nachdem wir, beziehungsweise er, noch essen waren ist es dann doch recht spät geworden und gedanklich sah ich schon meine letzte Bahn davon rauschen also war nach 10 Minuten meine große Klappe schneller als mein Hirn, obwohl sie lange miteinander gerungen haben, und ich meinte er kann auch bei mir übernachten, da sein Bus nach Hause schon weg war xD“ Ja, nicht unbedingte die beste Idee die ich je in meinem Leben hatte und ich sehe aus 9000 Kilomenter Entfernung meine Mutter den Kopf schütteln. Keine Angst, nix passiert xD

Sehr lustig war die Situation als Ali dann am nächsten Morgen bei mir läuten kam.  Diese Situation schrie verdammt laut nach dem Standartspruch “ es ist nicht das, wonach es aussieht“ Haha. Das hätte man filmen sollen, wie so vieles was hier passiert. Irgendwann am Nachmittag hab ich Ken dann zum Bahnhof gebracht um am nächsten Tag gings wieder in die Uni.

Am Samstag hatte mich dann mein Englischnachhilfeschüler dazu eingeladen, einmal mit in seinen Club zu kommen, der sich Toastmasters nennt. Es geht darum spontan oder vorbereitet Reden zu halten, eher unterhaltsame. Das hat gute 2 Stunden gedauert und der Lucker der ich nunmal bin war am gleichen Tag noch 忘年会 Bonenkai angesagt. Im Dezember feiert man mit Freunden, Kollegen, Geschäftspartern und eigentlich mit jedem den Abschluss des Jahres – ich paraphrasiere: man geht so gut wie einen Monat lang nur trinken. Die Leute waren alle sehr nett und während der Feier wurden nochmal spontan Reden gehalten zu Themen wie „Was, was in diesem Jahr passiert ist möchtest du am liebsten vergessen“, das war übringens das Thema meines Schülers und wie ihm dies offenbart wurde kam von der Seite das spitze Kommentar „deine Familie“. Da ich ihn nun doch schon ein bisschen besser kenne fand ich das sogar relativ treffend, aber pssst.

Leider hab ich von diesem Abend nur ein Bild vom Essen. Ich bin so ein Fotomuffel manchmal. Das sollte ich ändern!

Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass es verdammt gut war! Sehr interessant war es auch das ganze Hierachie-Verhalten zu beobachten: wer schenkt wem immer nach und so weiter, hab ich bis jetzt noch nie wirklich live erlebt. Nun ja, da ich Gast war hatte ich eh ne Sonderrolle.

Mein schlaues Handy verrät mir, dass wir am Montag den 13ten mit Haruka und Makiko zusammen in ein Izakaya gegangen sind. Ibuki hatte leider keine Zeit – aber das kennen wir ja schon. Hoffentlich können wir alle 6 mal was im Januar unternehmen, bevor dir drei nach Wien gehen. Aw, ich werd sie vermissen!

Wenn Makiko angetrunken ist, ist ja sooo zucker haha. 兄さん!Sie hat die Leute die dort gearbeitet haben nicht ganz korrekt angesprochen, was sehr lustig war. An dem Tag beschlossen Makiko, Haruka und ich nochmal was trinken zu gehen, aber dazu später mehr.

Kurz davor hatte ich übrigens das Projekt Haare nachfärben gestartet und was soll ich sagen, es ist mir so gut gelungen, dass ich erschrocken bin, beziehungsweise sehr fassungslos war, als ich den Spiegel geschaut hab und die ganze Zeit über nur „Oh mein Gott!! OH MEIN  GOTT!!“ gerufen habe. Ja, so blond war ich noch nie, zumindest nicht auf dem Kopf (Vorsicht: Blondienenwitzanspielung).

direkt nach dem Färben

Es folgte der nächste Tag, diesmal ohne Nachhilfe, aber wieder mit einem Bonenkai. Wie gesagt, im Dezember torkelt man von einer Feier zur nächsten.

Und ich brauch ne Pause vom Tippen. Mach ich bereits seit über ner Stunde. Haha.

Okay, Bonenkai: Treffpunkt Hinodecho. Hat ein bisschen was von Kabuckicho in Tokyo nur … anders. Es ist kleiner und irgendwie familiärer. Zuerst hab ich mich mit meinem Englischschüler getroffen, da sein Geschäftspartner, der Sponsor dieses Abends, noch auf einer andren Feier war. Der Plan war zuerst Essen gehen und dann Kyabakura. Da ich diesaml darauf vorbereitet war hab ich mich dem entprechend zurecht gemacht was auch Anklang gefunden hat :D Leider hab ich kein gutes Bild machen können D: na ja. Als wir beim Essen saßen gesellte such dann irgendwann Masuda-san zu uns, welcher auch recht lustig drauf war und schon drauf und dran war mich an seinen Sohn zu vermitteln, nachdem er vergeblich versucht hat seinen Ehering von seinem Finger zu lösen. Lol. Nach dem essen sind wir wieder zu dem gleichen Club, in dem ich schon einmal mit meinem Schüler war, allerdings wurden wir um eine halbe Stunde vertröstet, die wir dann in einer Bar verbracht haben. Eine ECHTE Bar mit RICHTIGEN Cocktails! Und einer Katze! Wie es dann Zeit wurde sind wir wieder zum Club und die Mädels haben mich wieder erkannt und sich an sehr viel erinnernt, worüber wir geredet haben. Wieder mal ein sehr gelungener Abend. Bis es, wie immer, Zeit zum Heimgehen war. Ja, ich hab die letzte Bahn erwischt, die mal wieder nur bis Kanazawa-Bunko, einer Station vor meiner, ging. Da ich mir allerdings doch ein wenig unsicher war hab ich einen Bahnhofsangstellten gefragt in welche Richtung ich muss und dann schickt mich dieser *PIEP* doch tatsächlich in die falsche Richtung! Ich laufe also und laufe und laufe, bis ich bei Nokendai ankomme. Die nächste Sation nach Bunko, nur halt in der falschen Richtung. Sehr sehr verzweifelt schaue ich also auf den Plan und gehe, eine andere Wahl hatte ich eh nicht, wieder zurück nach Bunko. Und Nachrichten wie „Take care…“ haben meine Stimmung auch nicht unbedingt gehoben. Nach über 7 Kilometern, ich habs nachgeschaut, und über 2 Stunden war ich dann gegen halb vier, ich wiederhole: HALB VIER endlich daheim. Ich hab zwar sehr sehr viel getrunken an dem Abend, war aber kein Stück angetrunken und wenn ich es gewesen wäre, wäre ich sicher wieder nüchtern gewesen.

So weit so gut, aber der Monat ist noch lange nicht vorbei. Haha…. und ich hab nur noch 2 Stunden zum schreiben bis wir uns zur Privat-Party zusammensetzen.

Am nächsten Tag bin ich mal wieder, war ja schon so lange nicht mehr da, Richtung Yokohama gefahren, weil ich mich wieder mit Ken getroffen habe.  Zuerst meinte er, dass er ne halbe Stunde (ich wundere mich schon gar nicht mehr – ein pünktlicher Japaner ist hier so selten wie Schnee in Tokyo) zu spät kommt. Okay, bin ich halt ein bissl was essen gegangen und dann dafür im Gegenzug auch zu spät gekommen.  Na ja, vielleicht 5 Minuten oder so, das zählt nicht! Nach ner Runde Karaoke sind wir dann noch Essen gegangen. Und ja, natürlich Purikura.

Danach sind wir wieder zu mir gefahren. Das Schicksal derer die ne eigene Wohnung haben. lol

Da die Zeit knapp wird spar ich mir den Rest und wandere zum nächsten Tag mit Action: den 19ten!! Das Lynch Konzert! Ein Wunder, dass ich überhaupt noch eine Karte bekommen habe! Und was soll ich sagen, es war wirklich großartig. Eigentlich war noch geplant mich davor mit Kazuki, Ma-kun und Masa zum Karaoke zu treffen, aber da 2 von den drein krank waren hat sich das erldigt, wird aber am 7.1. nachgeholt :D

Was soll man zu einem Konzert schreiben, viele laute gute Musik und ein Muskelkater am nächsten Tag! An dem Tag hab ich eh zu genüge vom Handy aus geupdated, also springen wir weiter zum nächsten Punkt.

Nachhilfe am 21sten. Wäre eigentlich ganz normale Nachhilfe gewesen, wenn mein Schüler nicht gemeint hätte mich aufbauen zu müssen. Haha <3 Er wollte eigentlich sofort mit mir in ein Izakaya pilgern, aber eine Stunden haben wir dann doch circa was gemacht, eher weniger, und ich hab trotzdem das volle Gehalt bekommen. Ja, und wie wir dann so getrunken haben hat er mich dazu überredet die blödeste Mail meines Lebens zu schreiben. Wirklich. Aber danach hab mich besser gefühlt. Danke. Nachher sind wir noch kurz zum Karaoke gegangen, wo ich dann zu spüren bekommen hab, dass der Gute ein bisschen zu viel getrunken hatte. Na ja, war nicht schlimm aber sehr sehr seltsam.

Durch den Regen ging es dann Heim, dieses Mal sogar von Oppama aus, meiner nächsten Station! Himmlisch wenn man sonst immer von Bunko aus läuft.

Dann kam der 24ste, das erste Mal nicht nur nicht in Deutschland, sondern auch ganz ohne Familie. Aber ich muss sagen, da hier in Japan eh nicht wirklich Weihnachtsstimmung oder ähnliches aufgekommen ist war es nicht so schlimm. Da ich nicht wirklich nen Plan hatte, was ich an dem Tag machen soll, aber ehrlich gesagt auch nicht alleine daheim rumsitzen wollte habe ich ein bisschen Sozial-Networking betrieben und mir doch noch was ausmachen können. Ich hab mich mit Hiro, den ich mit Ali auf der Party in der Ginza genenngelernt hab getroffen. Gegen Nachmittag haben wir uns in Shibuya getroffen, nachdem ich diesmal zu spät war – hatte dummerweise die langsamste Bahn erwischt und es verpleilt umzusteigen. Aber ich bin wenigstens so nett Bescheid zu sagen BEVOR der andre schon am Treffpunkt wartet. Wir sind ne ganze Weile durch Shibuya gelaufen und hatten eine sehr nette Unterhaltung über Musik, wobei ich ihn bei den japanischen Bands um längen geschlagen hab. Haha!! Danach, wer hätte es gedacht, Karaoke. Und mal wieder bin ich an jemanden geraten, der singen kann, war sogar mal Sänger in ner Band. Ich hab wirklich ein Händchen dafür :D Anschließend noch einen Abstecher in mein erklärtes Lieblingsizakaya, von dem es in Yokohama auch eins gibt <3 und natürlich Purikura. Ich hab noch nie erlebt, dass jemand in Wirklichkeit und auf einem Puri so anders aussieht. Nur das mir in dem Fall die Wirklichkeit mehr zusagt. Selten aber wahr!

Ja, da hat jemand die Kamera schon nicht mehr ruhig halten können. Haha.

Ich muss sagen, an diesem Tag war ich gut drauf bei den Bildern |D eine meiner Lieblingsserien!

Sehr netter Abend! Der Arme hat übringens morgen Geburtstag und muss damit leben, dass man ihm ein „Frohes neues Jahr“ und nicht „Alles Gute zum Geburtstag“ wünscht, aber ich werd mich „erbarmen“.  Nach dem Izakaya waren wir, beziehungsweise er, noch was essen und wie wir da so sitzen und uns unterhalten schaut er gebannt nach rechts. Ich dreh mich auch um und schau irritiert den Typen an, der ein bisschen weiter weg von uns sitzt, bis Hiro dann meinte, dass das sein kleiner Bruder wäre! Epic! Tokyo – diese Stadt ist zwar groß, aber lange noch nicht groß genug! Sehr lustig.

Am 25sten sind Ali, Clara und ich dann zum KFC gepilgert um ganz traditionell japanisch (Achtung: IRONIE – nun ja, wie mans nimmt lol) dort zu essen. Die Portion war wirklich riesen groß, aber ein Kuchen musste trotzdem noch sein.

Danke Danke Danke an Alis Onkel, der die uns gesponsort hat, was bei einem Preis von ca. 45 Euro (für einen Kuchen!) irgendwie auch nötig war. Aber der Kuchen war gut. Sehr gut!

Am gleichen Abend hieß es für mich mal wieder: Yokohama~! Ich hab mich mit Haruka getroffen, da wir beide solche Suff-Köppe sind, aber ich wiederhole mich -> Dezember in Japan. Haha, ja ich weiß…

Okay, nochmal kurz ne Pause vorm Endspurt. Außerdem muss ich Videos hochladen :D

Wieder da, ich hoffe ihr haltet durch mit Lesesen, ich halt mit dem Schreiben ja auch durch!

Zuerst ging es in ein sehr sehr retro-mäßiges Izakaya, in dem Haruka reserviert hatte. Alles ein bisschen Vorkriegsmäßig, Einrichtung sowie Musik. Sehr Lustig. Die Getränke warn, nun ja, ziemlich gestreckt aber das Esser sehr billig.

Kleines Video, weils so nett war

Die Musik ist doch genial oder? Nach den, ja ihr wisst es schon, Purikura, zogen wir weiter in meinen Izakaya-Favoriten.

Wir haben wirklich viel geredet, besonders über Bezihungen und dumm doch einige Männer sind. Haha. Awesome. An dem Abend hab ich seit längerem auch mal wieder zu viel erwischt, was ich allerdings erst am nächsten Morgen festgestellt habe, denn auf dem Heimweg hatte ich, auch dank meiner Party-Playlist auf dem MP3 Player auch alleine sehr viel Spaß, wobei, keine Ahnung warum, Ma-kun plötzlich meinte mir Mails schreiben zu müssen. Wenigstens hatte ich dadurch noch mehr Unterhaltung.

Letzter Programmpunkt war Hakone am 28sten mit meinem Deutschschüler. Gegen eins haben wir uns in Kamiooka getroffen, wo er ein Auto gemietet hat. Und Herr im Himmel, das sind Preise… von 1 bis 6 mehr als 70 Euro. Holla die Waldfee. Aber es war ne sehr schöne Fahrt, wunderschöne Gegend und ich hab auch den Fuji gesehen und war sehr erschlagen von seiner größe. Ich hab zwar ne Menge Videos gemacht, aber irgendwie zeigen sie nicht so wirklich wie schön es war, deswegen spar ich mir das Hochladen. Irgendwo in der Gegend um Hakone sind wir dann für ganze 10 Minuten ausgestiegen. Haha, da wir ja um 6 das Auto wieder haben abliefern müssen, mussten wir gleich wieder fahren, aber er hat mir noch ein Omiyage gekauft: einen Anhänger fürs Handy aus Holz, die wohl recht berühmt sein sollen. Danke! Die ganze Zeit über haben wir Klassik gehört, auch Beethovens No.9 :D nette Abwechslung!

Danach sind wir noch zu einer alten Freundin von ihm gefahren, die die Besitzerin von einem スナック Snack ist, da wird man auch von einer oder meherern Damen bewirtet und trinkt und singt. Der Plan war sie zu überraschen: mein Schüler hat mich vorgeschickt um ins Geschäft zu gehen und sie auf Englisch zu fragen, ob ich auch rein kann, obwohl ich nur Englisch spreche. So eine süße Reaktion!! Aw! Sie hat auf sehr reizende Art und Weise abgelehnt und dann kam mein Schüler dazu und hat sie aufgeklärt, und dan kam sie auch drauf, dass ich sie die ganze Zeit verstanden habe. Sehr lustig. Mit der Zeit sind dann auch immer mehr Gäste gekommen, darunter noch ein alter Bekannter von der Schule. Die Besitzerin will übrigens auch bei mir Nachhilfe nehmen :D ich frag mich nur, wie das bei ihrem Level wird. Ich werd mich anstrengen! Einer der anderen Gäste nahm auf einmal 5 Mandarinen vom Tresen, legte sie mir vor die Nase und meinte, ich soll sie mitnehmen. Haha, keine Ahnung warum, aber danke! Ich weiß nicht mehr wieso, aber an irgendeinem Zeitpunkt waren dann alle der Meinung mal meine Haare anfassen zu müssen. Seltsam, aber irgendwie auch unterhaltsam. Sollte mich nicht wirklich stören. Anscheinend hat mein Schüler, sehr guter Sänger, er tritt auch auf, Gefallen an Gackt gefunden. lol  Ich hatte  ein Lied von ihm gesungen und da wir beide auch eines gemeinsam singen wollten, unser Geschmack dann aber doch etwas auseinander driftet, haben wir uns dann auf ein Kinderlied geeinigt. Es hat sich doch gelohnt, dass ich das an der Uni gelernt hab! Yeah!

Und noch ein kleines Video.

 

So, ich bin am Ende, im wahrsten Sinne! Good Job wer durchgehalten hat und bis jetzt gelesen hat! Vielen Dank!

Wie man sehen kann, ein sehr voll gepackter Monat, und wenn man die emotionalen Sachen mal weg lässt, eine wirklich grandiose Zeit die mir viel Spaß gemacht hat, auch das Zurückerinnern beim Schreiben.

Noch 4 1/2 Stunden bis das Jahr um ist. 2011 ist das Jahr des Hasen, ich bin auch im Jahr des Hasen geboren worden :D ich seh das mal als positives Zeichen – ein bisschen Aberglaube muss sein.

 

Danke an alle die mich in diesem Jahr begleitet und unterstützt haben!

Egal ob gute oder schlechte Momente, ich bereue keinen davon und bin, zumindest die meiste Zeit, froh mein Leben so führen zu können wie ich es tue, was ohne euch alle unmöglich wäre.

 

VIELEN DANK!

Love ya all <3

 

Ich hoffe wir können nächstes Jahr noch besser machen!

 

PS: Plan der nächsten Tage

in ner halben Stunde: 3 Personen exklusiv Party

1.1. : 初詣 Hatsumode, erste Besuch eines Tempels/ Schreins im neuen Jahr  in Kamakura mit Ali und Clara

2.1. : will ich in Shibuya ein Geburtstagsoutfit kaufen, es ist a) nur noch ein Monat und b) SALE xD es wird ein Kampf

3.1. : Hatsumode (na ja, nicht wirklich lol) in Kawasaki – weil wider alles Erwarten der Berg mal zum Propheten kam  ….

 

お疲れ様☆

Was lange währt
07/12/2010

Tadaaaa

Es gibt einiges nachzuholen … so circa ein Monat ohne ordentliche Einträge… oh je

Okay, dann machen wir mal eine kleine Zeitreise und wandern zurück zum 6.11. An diesem Tag ging es mit Ali auf zur Ginza, hat ein ziemlich nobles Image dieses Viertel, was durch die Dichte der Markengeschäfte nicht gerade besser wird. Vorher haben wir allerdings noch einen kleinen Abtsecher nach Shibuya gemacht um meine Handschuhe wiederzuholen (hab die gestern übrigens schon wieder vergessen, zuminest einen von beiden) Und wenn wir schonmal da sind, können wir natürlich auch gleich Puris machen, nicht wahr? :D

Dann gings auf zur Ginza zu einer International Party, wobei alle Frauen, die im Kleid kamen nur 500 Yen Eintritt gezahlt haben mit „Nomihoudai“.  Es hat gar nicht lange gedauert bis sich die ersten zu uns gesellt und wir über alles mögliche geredet haben.  Nach dem Pokémon-Prinziep noch Mail-Adressen ausgetauscht und ab gings nach hause. Das Lustigste ist eigentlich passiert, wie wir mit dem Toudai-Studenten Richtung Heimat gingen: auf dem Weg zur Bahn legt es mich innerhalb von 5 Minuten nicht nur einmal der Länge nach hin, nein, gleich 2 Mal! Und das, obwohl ich nicht mal angetrunken war – aber wenigstens konnte ich meine Umwelt erheitern, hat ja auch was für sich :D Wir haben kurz vor Schluss übrigens noch 2 Karten für freien Eintritt bekommen, falls wir nochmal hingehen sollten.

Danach passierte 10 Tage nicht viel, außer das ich mit Ali einmal 4 Stunden beim Karaoke war, zu einem spott-billigem Preis – kein Wunder, es war ein Montag. Allgemein war der November eher ruhig, da ich mich auf meinen Vortrag fürs Seminar vorbereiten wollte, am 16. war allerdings eines meiner Highlight-Events bis dato (obwohl ich sagen muss, dass die seit letzter Woche auch zunehmen..wo kommt dieses Sozialleben auf einmal her?? Das hat schon fast erschreckende Ausmaße)

Okay, 16.11. – wie gewöhnlich Englischnachhilfe in Yokohoma (okay, das war an diesem Tag erst zum zweiten Mal, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Das macht die Ereignisse des Abends nur umso unglaublicher)

Ich bin ca. 15 Minuten zu früh und stehe in der Kälte, da ich es höflicher finde vor dem Café zu warten als drinnen, aber das ist glaub ich nur meine persönliche Macke, nur um das festzustellen, das mein Schüler die ganze Zeit über drinnen saß. Wie dem auch sei, wir haben uns dann wie gehabt 90 Minuten unterhalten und wie wir dann rausgegangen sind telefonierte er plötzlich mit seinem Vorgesetzten, der offensichtlich ganz alleine in einem Izakaya saß und meinen Schüler gefragt hat, ob er ihn nicht Gesellschaft leisten will. Der wiederum hat seinen Chef gefragt, ob er mich denn nicht mitnehmen kann und hat auch gefragt ob es denn ok wäre, wenn wir ins Kyabakura gehen. Wie ich das gehört hab ist mir glaub ich alles aus dem Gesicht gefallen. Ich hätte alles für möglich gehalten, aber nicht das! Sein Chef schien kein Problem damit zu haben, also sind wir in ein Taxi gestiegen und auf zum Izakaya. Ich war schon ziemlich nervös, schließlich wollte ich meinen Schüler vor seinem Chef nicht blamieren oder so, wo er doch extra gefragt hat, ob ich mitkommen darf.

Die Unterhaltung war super lustig, denn irgendwann sind sie auf das Spiel gekommen sich gegenseitig zu sagen, wer mir denn nicht was zahlen soll, zB.: „Ok, dann kauf ihr doch nen Nintendo DS.“ „Wenn du die Miete übernimmst.“ Irgendwann wusste ich schon nicht mehr, was für ein Gesicht ich machen soll, weil das alles einfach nur so skurril war. Manchmal hatte ich das Gefühl, bei einem halben Omiai zu sein.

Danach ging es ins Kyabakura. Asuka, die eigentlich so gut wie die ganze Zeit neben mir saß war wirklich super nett – hätte nicht gedacht so gut mit ihr reden zu können. Woran ich mich allerdings den ganzen Abend (eigentlich bis jetzt) nicht gewöhnen konnte war mit „Sensei“ (Lehrer) angesprochen zu werden, weil ich ganz einfach über eine Dekade jünger bin als mein Schüler – aber das ist halt Japan, da ist man schnell mal irgendwas und in dem Fall halt ein Lehrer :D

Ich schwöre das ich den ganzen Heimweg über wie ein Honigkuchenpferd gegrinst hab. Am nächsten Morgen ging es dann brav zu Uni :D

Am 19. hatte ich dann meinen Vortrag in meinem Seminar – bestechenderweise über Host Clubs. Normal sieht der Plan so aus, dass immer zwei vortragen, aber als der Glückspilz der ich nun manchmal bin war der/die andere nicht da, und es wurde die ganze Zeit über mein Thema geredet. Keine Ahnung wann ich das letzte Mal so nervös vor einem Vortrag war, aber am Ende ist es doch ganz gut gelaufen. An diesem Tag hab ich übrigens endlich mal gefragt, wie es mit einer Seminararbeit aussieht und ja, ich muss eine schreiben, allerdings keine Ahnung wie lang die sein soll, darüber hat der Prof keine Vorstellung. Würde mir das in Wien passieren könnte ich gleich Amok laufen *gg* Aber in Japan nimmt man sowas wohl nicht ganz so ernst (wurde mir am Sonntag übrigens bestätigt wie ich von Yuki erzählt bekommen habe, dass man für einige Seminare nicht mal ne Arbeit schreiben muss bzw. das Thema der Arbeit so rein absolut gar nichts mit dem Thema des Seminars zu tun haben muss.. undenkbar daheim, absolut undenkbar!)

Danach ist wieder nicht recht viel passiert, da sich bis letzte Woche meine Pläne irgendwie ständig über den Haufen geworfen haben.

Aber wie ich am 23. arbeiten war sind wir nachher noch Essen bzw. Trinken gegangen in ein super chices Izakaya. Die Unterhaltung war auch super lustig, vor allem auf Grund von leichten Verständigungsproblemen *gg*

Sehr guter Tofu! Sah alles nicht nur gut aus, sondern hat auch gut geschmeckt

Wie gesagt, sehr netter Abend :D

Es folgte dann irgendwann der 28. (logischerweise) Ich war da zwar schon seit Mittwoch am kränkeln, aber das hat mich nicht abgehalten, nur fast, mit nach Kamakura zu fahren (ich sollte so langsam mal die Postkarten schreiben! Wo ich doch endlich mal welche aufgetrieben hab). Mit dem Bus ist es extrem billig und eigentlich auch gar nicht weit, wenn sich nicht gerade alles staut. Zuerst haben wir uns den  großen Buddha angesehen, über 12 Meter groß, glaub ich, und man kann auch reingehen!

Ich habs geschaft ein Bild ganz ohne Menschen zu machen!! Zum Vergleich wie viele da eigentlich unterwegs waren:

hehe

Dann haben wir zufällig auch noch Sonja, die an der Hosei Uni ist (stimmt doch oder?) und ein paar ihrer japanischen Kollegen getroffen! Manchmal ist Japan wirklich ein Dorf.

Weiter gings mit zwischenzeitlicher Stärkung in Form von riesen Senbei zum Hase-Dera, ein Tempel der so gut wie um die Ecke liegt. Der hat eine wunderschöne Gartenanlage und sogar eine einer Gottheit geweihte Höhle, in die man reingehen kann, allerdings streckenweise nur gebückt.

Senbei :D die allerdings im Laufe der Zeit immer mehr im Mund geworden sind

leider zeigt das Bild nicht wie schön es wirklich war

Am Abend ging es dann wieder Heim, kaum zu glauben, dass wir für den Buddha und den Tempel so viel Zeit gebraucht haben. Wir waren auf jedenfall ziemlich fertig, aber es hat sich gelohnt!

Bis zum Freitag ist dann nicht mehr viel passiert, aber seit dem 3. Dezember bin ich nur am routieren *g*

Am 3. Dezember war wieder ein Treffen mit Kazuki angesagt und wie eine Mail kam dachte ich schon, dass es ins Wasser fällt aber nein, er hat nur gefragt, ob er nicht Freunde mitbringen kann. Ja, warum nicht – mir solls egal sein. Nach dem Unterricht ging es also auf nach Ikebukuro – wo ich dieses Jahr eh noch nicht gewesen bin. Eigentlich war ja 7 ausgemacht, aber irgendwie hat der Herr sich eingebildet, dass wir uns um 6 treffen, also hab ich Shibuya gestrichen und bin gleich nach Ikebukuro gefahren wo ich erst recht hab warten müssen, aber wenigstens war es angenehm warm an dem Tag – mit 23 Grad um Dezember! Als wir endlich alle beisammen waren ging es auf zum Billard :D ich habs ewig nicht mehr gespielt, aber das Glück war an dem Tag halbwegs auf meiner Seite und die ein oder andere Kugel rein ging. Nach dem Billard sind wir noch in ein Izakaya. Seine Freunde waren wirklich nett und Ma-kun hat mich ziemlich an Sato Takeru erinnert muss ich sagen. Irgendwann wolln wir vielleicht mal zusammen zum Karaoke gehn – wär sicher lustig :D Leider keine Bilder gemacht – fail. Aber beim nächsten Mal! (insofern es eins gibt)

Am Samstag war die Welcome-Party, die mein Deutsch Schüler für mich veranstaltet hat. Am Vormittag ist da das Paket meiner Eltern gekommen über das ich mich wie ein Schneekönig gefreut hab und immernoch freu :D Danke Danke!

Mein Schüler und ein Freund von ihm haben Oden und Nabe vorbereitet – super viel. Selbst Clara ist an dem Tag mal richtig satt geworden – glaub ich zumindest. Ehrlich gesagt hat es mich an dem Tag mal wieder super geflasht wie wir es schaffen uns locker einen ganzen Abend auf Japanisch zu unterhalten, völlig zwanglos – immernoch erstaunlich für mich.

Am Sonntag war das Treffen mit Yuki, a la alle guten Dinge sind 3, weil wir das schon 2 Mal verschoben haben. Auf dem Weg nach Shinjuku bin ich in Shibuya ausgestiegen um im 109 einzukaufen, allerdings gabs das was ich wollte nicht mehr, und da ich nicht viel Zeit hatte bin ich einfach nur durchgerusht und mit leeren Händen wieder raus – Geld gespart, da bin ich auch nicht böse *gg*

Nach den obligatorischen, wär hätte es gedacht, Purikura gings zum Karaoke und … Oh mein Gott – was für ne Stimme, die hat mich echt geflasht! Wie ein Orkan, wirklich (merkt man das ichs immer noch nicht pack? *gg*)

Der nächste Programmpunkt war, auch so ziemlich obligatorisch, ein Izakaya mit Nabe – denn das Nomihoudai gabs nur in Kombi mit einem Menü. War aber sehr gut – auch wenn es seltsamerweise die ganze Zeit über Weihnachtslieder gespielt hat, was gar nicht passen wollte… und in die Wände waren Aquarien eingelassen mit ganz viele Fischen drin. Die Izakaya hier sind wir wirklich sehr stylisch – trotzdem ich immer vergess Bilder zu machen.. Schande über mich!

Da es noch relativ zeitig war sind wir dann noch in ein andres Izakaya gezogen, und diesmal war nicht ich es, die sich abgeschossen hat! HA! Das musste jetzt fürs Ego sein *gg* Auf den Weg zum Bahnhof hab ich ein bisschen Stütze gespielt, aber das ist schon okay, ich kenn das ja. Da es mir immer noch zu zeitig und ich sowieso schon in Shinjuku war hab ich noch einen Abstecher nach Kabukucho gemacht – wo ich lustigerweise einen Flyer für nen Laden bekommen hab in dem ich dieses Jahr schon war – aber das haben die anscheinend nicht gemerkt und ich bin nochmal billiger reingekommen :D Luxis <3

23.30 Uhr (diese Uhrzeit bleibt besser unkommentiert) bin ich dann zum Bahnhof und hab in Shinagawa noch so ziemlich die letzte, wenn nicht sogar die letzte Bahn erwischt, die allerdings nur bis Kanazawabunko gefahren ist, was eine Station vor meiner ist. Ich hab keine Ahnung wie (die Yokosuka Schilder waren schon ne Hilfe!), aber ich hab Heim gefunden. Super lustig war noch die Szene wie ich gerade in der Gegend rumsteh und mein Onigiri auspack und ein Auto neben mir hät und der Fahrer mich fragt, ob er mich Heim fahren soll. Keine Ahnung wie lange ich ihn fassungslos angesehen hab bevor ich höflich lächelnd abgelehnt hab.

Ehrlich, ich kann den Berg nicht ausstehen, aber halb zwei in der Nacht lass ich mich sicher nicht von irgendwem Heim fahren. So geistesabwesend könnte ich glaub ich niemals sein (obwohl….xD)

Heute ist wieder Nachhilfe und diese und nächste Woche auch schon wieder verplant – wo auch immer das jetzt auf einmal er kam.

Morgen geh ich mir die Weihnachtsbeleuchtung um Minato Mirai herum ansehen, am Samstag hat mich mein Englisch Schüler zu seinem Club eingeladen, mit anschließendem Nomikai, am Sonntag auch ein Treffen, am Monatg treffen wir uns endlich mal wieder mit unseren Tutorinnen (in einem Izakaya haha) und am Dienstag keine Nachhilfe aber ein Essen und wieder Kyabakura .. ich glaub das wars fürs erste…

und wenn ich nicht kategorisch alles abgelehent, bzw der Tag mehr als 24 Stunden hätte würde ich heute nicht nur Nachhilfe geben, sondern auch noch ins Disneyland gehen und mich mit 2 verschiedenen Leuten treffen xD , aber zum Glück ist der Tag nicht so lang

So, das war ein Monat Japan in Kurzfassung, ich hoffe ich schreib jetzt wieder regelmäßiger, damit sich das nicht mehr so aufstaut (wenn ich nicht zwischen durch die kleinen Nachrichten schreiben würde und mein Handy als Terminkalender missbrauchen würde wüsste ich gar nicht mehr, was ich alles gemacht habe…)

Man liest sich :D

fighting man – and woman
07/11/2010

Es wird mal wieder Zeit für einen eigentlich schon längst überfälligen Post. Ich hab das Gefühl, dass in der letzten Woche mehr passiert ist als manchmal in mehreren Monaten daheim.

Der Titel kommt übrigens von einem Lied, das ich heut den ganzen Tag in Dauerschleife höre, aber man kann es auch ganz gut auf die vergangenen Ereignisse beziehen.

Gut, fangen wir bei letztem Montag an, an dem keine Uni war – für mich übrigens bis Freitag nicht. Wir Austauschstudenten, insgesamt 8, haben uns getroffen um nach Yokohama zu fahren und die 中華街 (Chuukagai – Chinatown) unsicher zu machen. Das ging mit den obligatorischen Purikura los (ein Bild hab ich schon gepostet), was mit 8 Leuten schon ein kleines Abenteuer ist. Da eine der Austauschstudentinnen, in der Tat sind wir nur Mädchen, Chinesin ist hatten wir zumindest einen kulinarischen Führer, was vielleicht auch besser ist. Am skurrielsten waren wahrscheinlich die Haifischflossen die, noch dazu zu einem horenden Preis, angeboten wurden. Im Prinziep ist das ganze Viertel gestopft voll mit Restaurants und einem Schrein(?), den wir ausfindig gemacht haben. Danach haben wir uns ein relativ billiges Restaurant gesucht um zu Mittag zu essen, für einige war es wohl auch Frühstück. Die Portionen waren riesig, aber um ehrlich zu sein weine ich meinem Geld schon ein wenig nach, denn soooo gut fand ich es dann doch nicht.

Nach Chinatown ging es dann Richtung  山下公園 (Yamashita Koen – ein Park) und von dort aus weiter Richtung Minato Mirai, was man eh schon hat vom Park aus sehen können. Ich war wirklich erstaunt, wieviele Photos ein Mensch innerhalb von einem Tag machen kann, besonders eine der beiden Vietnamesinnen ist ein wahrer Weltmeister darin – unglaublich … vor allem unglaublich anstrengend nach einer gewissen Zeit. Lustig fand ich auch wie alle, bis auf wir Europäer, meinenten, dass es vom Park aus so weit bis Minato Mirai ist. Vielleicht ist doch was an der Aussage dran, dass wir gerne laufen. Ok, eigentlich nicht, aber wenn wir genau zwischen zwei Bahnstationen sind ist es doch interessanter den Weg zu gehen, den man noch nicht kennt, oder? Nach einigen Stunden ging es dann Richtung Heimat um den Dienstag ruhig zu verbringen. Die Ruhe vor dem Sturm, wenn man so will.

eines der zahlreichen Tore

lecker Hai :D

der Schrein (oder so)

Ali und ich auf der einen Seite, und die anderen .. auf der anderen (seltsames Deutsch)

Landmarktower, Riesenrad und Minato Mirai vom Yamashita Koen aus – und daneben die reinste Dreckbrühe

Kurzes Dienstags-Intermezzo, nachdem mir wieder eingefallen ist, was passiert war. Mein Tutor, Makiko, musste für die Uni einen Wisch ausfüllen – und ich auch. Das Blöde war nur, dass ihr das kurz vor Abgabe eingefallen ist und ich also extra raus gegangen bin, um ihr diesen Zettel auszufüllen. So weit so gut, ich bin zur verabredeten Zeit am verabredeten Ort und warte. Und warte. Und warte, so circa 15 Minuten  oder mehr in zwar wunderschönem aber furchtbar kaltem Wetter. Am besten war allerdings ihre Ansage, als sie es dann doch zu mir geschafft hat: sie ist im Unterricht eingeschlafen und deswegen zu spät gekommen. Epic win.

Kommen wir zu Mittwoch. Angefangen hat alles mit einer Einladung zum Nakayama Matsuri (einfach nur ein lokales Fest von Nakayama) von einer Bekannten von Clara. Wir Ahnungslosen wussten nicht wirklich was uns erwartet, außer das uns Anfahrt und Essen spendiert werden. Wir waren zwar ein bisschen zu früh dran, aber zum Glück war das Wetter recht gut, so dass Warten kein Problem war. Als wir uns den Weg durch eine Masse an Menschen zu dem Veranstaltungsort bahnten haben wir einen kleinen Blick auf die hier recht populären Superhelden Shows erhaschen können. Schon witzig ausgewachsene Menschen in seltsamen Kostümen bösartige Verrenkungen machen zu sehen. Das hätte definitv Unterhaltungswert gehabt, wenn wir es uns hätten anschauen können. Der Platz zu dem wir geführt wurden war merh oder weniger eine große Wiese auf der es verschiedene Stände und einen Flohmarkt gab. Kaum angekommen wurden wir drei auch auf verschiedenen Stände verteilt. Clara beim Süßigkeiten fischen, Ali gab sich die Ehre Basilikum zu verkaufen und ich habe Windräder angepriesen.  Okay, wir waren also hier um zu arbeiten. Gut zu wissen! Noch besser: der Boden der Stände war mit blauen Plastikplanen abgedeckt und man musste sich, um die Plane zu betreten die Schuhe ausziehen. Ich sollte an dieser Stelle nochmal erwähnen, dass wir November haben und unter dieser Plane der nicht gerade warme Boden war. Lustigerweise hatte ich, in Anbetracht der weiteren Tagesplanung, kurze Hosen und verdammt dünne Socken an. Nach 3 Stunden ist es dann doch, trotz Sonnenschein, etwas frisch geworden. Trotz recht verhaltenem Anfang hat es dann doch ziemlich Spaß gemacht, vor allem als ich dann die Windräder hab selber bauen können, nachdem die anderen ausverkauft waren.

Anfänglich hatte ich ein persönliches Problem damit die Leute, die vorbei gegangen sind halb „anzuschreien“ und dazu zu bewegen ein Rad zu kaufen, aber mit der Zeit ging es dann doch irgendwie. Sehr lustig war auch der Typ, der nicht den Stand sonder mich fotografieren wollte und mir signalisierte ich solle doch das auf japanischen Fotos allgegenwärte Peace Sign machen. Nach 3 Stunden hatten wir eine halbe Stunde Mittagspause in der wir die hälfte der Zeit damit verbrachten uns durch Menschenmassen zu schlagen, um an etwas Essbares zu gelangen. Nach einer weiteren Stunde war es dann geschafft und wir durften von Dannen ziehen, beziehungsweise ich habe darauf bestanden, da ich halb vier in Shibuya sein wollte. Bevor wir entlassen wurden, wurden noch unzählige Fotos mit unzähligen Leuten gemacht. In Kikuna hab ich dann Clara und Ali verlassen und bin alleine in den Untergang gezogen *gg*

ein Teil der Masse vom Nakayama Matsuri, da war es noch früh und nicht ganz so viele Menschen da – eigentlich wollte ich nur den Kimono stalken :D

„mein Stand“

irgendwann war der Basilikum ausverkauft und Ali hat bei mir mit geholfen – manchmal konnten wir die Windräder gar nicht so schnell basteln, wie die Leute welche haben wollten

die genialen Trommler, sehr genialer Beat – waren alles Oberschüler, wie mir gesagt wurde; kommt leider nicht ganz so gut rüber, wie es im Original war

Immernoch Mittwoch, aber nicht mehr Nakayama sondern Shibuya. Angesagt war ein Treffen mit meinem Ex-Freund. Ich war ein bisschen eher da und erhielt dann auch prompt die Nachhricht, dass er etwas später kommen würde, was mir eh recht war, da ich so eine Bank hab suchen können, die mir meine Euro einwechselt, die mir hier sonst sowieso nicht helfen würden. Irgendwann hab ich dann tatsächlich auch eine Bank gefunden und die hatte, trotz Feiertag auch noch einen offenen Schalter fürs Umtauschen. Danke an die Mizuho Bank! Danach bin ich noch fix in den Tsutaya, beziehungsweise denen ihre Toiletten, um die Schuhe umzuziehen – nichts geht über die Aussicht über Japaner von High Heels aus (eigentlich wollte ich nur mal wieder üben drin zu gehen). Mit ner halben Stunde Verspätung haben wir uns dann bei Hachiko getroffen – und diesmal auch erkannt *gg* nicht wie beim letzten Mal, wie wir uns ne Weile gegenüberstanden ohne es wirklich zu registrieren. Erster Punkt auf der Tagesordung, vor allem wenn man mit mir unterwegs ist, Puris – der gleiche Ort, wo ich mit Yukari war und nicht weniger voll diesmal.

Danach ging es erstmal zum Karaoke, unverhofft kommt oft, wo wir haben ne Viertelstunde warten müssen, weil einfach so viele Leute da waren. In diesem Moment hat mir Kazuki auch offenbart, dass er nächstes Jahr als Austauschstudent nach Deutschland geht (Berlin), was ich irgendwie nicht wirklich pack – Gottes Wege sind unergründlich, und die von Japanern erst recht. Als letztes hab ich dann „Moskau“ gesungen, damit er sich schon mal dran gewöhnen kann *gg*

Nach zwei Stunden sind wir dann gegangen um ein Izakaya zu suchen. Unglaublich, wie kalt es in den zwei Stunden draußen geworden war. Unterwegs sind wir dann auf einen Laden gestoßen, der für 2 Stunden All you can drink 888Yen verlangt hat, was verdammt billig ist, besonders wenn man bedenkt, was wir an dem Abend alles getrunken haben. Mit jedem Glas wurde es unterhaltsamer und irgdenwann haben wir unter anderem beschlossen, zusammen auf die Comiket im Dezember zu gehen (ob wirklich was draus wird ist ganz was anderes). Da noch ein bisschen Zeit war sind wir noch in ein Manga Cafe übergesiedelt, wo ich dann gemerkt hab, dass es vielleicht doch ein bisschen viel Alkohol war an dem Abend, aber dank treu-sorgendem Ex war ich recht gut aufgehoben in dem Zustand – fernab vom Rest der Menschheit. Ich bin mir nicht ganz sicher ob es gut oder schlecht ist, dass ich keinen Filmriss hatte… Irgendwann hat er dann gehen müssen und ich hab beschlossen, dass es besser ist die Nach da zu bleiben, ich hätte die Bahn sicher nicht überlebt, beziehungsweise die Bahn und ihre Mitreisenden mich nicht. Für 9 Stunden hab ich auch nur 1600 Yen zahlen müssen, wobei ich im Endeffekt eh weniger als die Hälfte gezahlt hab. Erstaunlich wie kalt es in einem Manga Cafe werden kann, wenn man drin übernachtet. Ich war kurz davor einen Angestellten zu fragen, ob sie eine Decke haben. Aber der Raum an sich war sehr nett, der ganze Boden mit einem Lederpolster und noch eine Art Kissen/Sitzsack aus Leder (gut, dass man Leder gut abwischen kann – wahrscheinlich haben sie es in weiser Vorraussicht deswegen gewählt)

Gegen 6 Uhr in der Früh hab ich mich dann, nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten, auf den Heimweg gemacht. Das Leere Shibuya um diese Uhrzeit ist wirklich gruslig – weil es eben so leer ist.

eins meiner Lieblingspuris – keine Ahnung warum

die erstaunlich lange Pizza im Izakaya

Raum 53 – meiner im Managa Cafe, mit Computer, den ich dann kurzzeitig gegen 3 oder 4 Uhr in der Früh, als ich aufgewacht bin, benutzt habe

Ohne Menschenmassen kaum wieder zu erkennen: Shibuya in der Früh

Zwischen 8 und 9 Uhr war ich dann, vollkommen fertig mit mir und der Welt (nicht wegen zu viel Alkohol sondern erstens-kommt-es-anders-und-zweitens-als-man-denkt-Dingen) daheim und hatte den Tag über Zeit, mich von meinem zerbrochenen Weltbild zu erholen *gg*

Eigentlich wollte ich auch noch über den Sonntag schreiben, aber nachdem ich schon seit über einer Stunde an diesem Post sitze, und er wahrscheinlich eh schon viel zu lang ist um gelesen zu werden lasse ich das mal versuche, da es 2 Uhr in der Früh, ich aber hellwach bin, zu schlafen.

 

PS: ich lernte gerade den Ausdruck „Koi Boy“ im Fernsehen xDD!! (der ist so genial, dass ich die Smilies nicht unterdrücken kann) Koi kommt von Koibito -> Geliebte/r , hat ein bisschen was von Toy Boy xD“

Okay, ich hör ja schon auf zu schreiben,

bis zum nächsten Mal! :D

 

Zwischen Genie und Wahnsinn
02/11/2010

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag ja schon letzte Woche schreiben, aber das ich, wie man wohl gemerkt hat, nicht ganz geschafft, deswegen eine kleine Zusammenfassung.

Fangen wir beim Mittwochsunterricht an, besser gesagt bei einem, in den ich nicht einmal gehöre. Ich hab mich einfach mit in 社会学入門 (Shakaigakunyumon – Einführung in die Soziologie) gesetzt, wohin Ali geht, um die Zeit bis zur Halloween Party von Claras Seminar zu überbrücken. Im Übrigen ist der Prof für diese Vorlesung Nakanishi, der auch mein Seminar leitet. Jedenfalls, stellte er an besagtem Tag die wohl genialste, und auch skurielste Aufgabe, die ich je gehört habe: Zeichnet Frankenstein!

Eigentlich soll man immer ein Kommentar zu irgendwas verfassen, was in der Stunde gesagt wurde etc. aber Franenstein zeichen… da fehlten mir die Worte

hier ein künstlerischer Erguss von Ali zum Themma, angelehnt an Noblesse (lesen!)

Aufs Blatt kam dann auch noch Frankensteins Monster.

Während dem Rest der Vorlesung hatte ich Spaß mit meinem Buch, das mir Nakanishi geschenkt hat – Unterhaltungswert 180%.

Nach der Vorlesung haben wir noch Zeit in der wie ausgestorben wirkenden Mensa totgeschlagen – ausgestorben im Vergleich zur Mittagszeit versteht sich. Sehr lustig was man da für Leute sieht, die Eis-gang , die bei Wind und Wetter ein 150 Yen Eis verdrück, die Typen, die meinen, dass eine Hose prinzipiell unterm Arsch getragen gehört und und und. Eine wahre Fundgrube für Leute wie mich, die people-watching als Hobby haben.

Dann ging es jedenfalls weiter zur Party, wobei es gemütliches beisammensitzen eher trifft. Ich war richtig erstaunt, dass man sich mit den Leuten im gleichen Seminar auch unterhalten kann, bei mir war das irgendwie bisher noch nicht möglich. Jedenfalls war ach die Prof hin und wieder mal mit dabei, von der ich eine Vorlesung besuche, und sie hat uns zwei mal Pizza spendiert – was hier nicht grad billig ist. Ich muss sagen, ich, beziehungsweise wir, haben noch nie eine so gute Unterhaltung mit Japanern geführt – im Sinne von nicht nur oberflächlich und auch richtig mit einbezogen werden etc. Das war wirklich super. Kann vielleicht auch daran liegen, dass sie als 三年生 (Sannensei Studenten im dritten Jahr) irgendwie gechillter/aufgeschlossener/was auch immer sind. Auf jeden Fall tat es gut zu  merken, dass sowas auch möglich ist. Die Mädls warn alle super nett und um wieder auf Prof Nakanishi zurückzukommen (Genie und Wahnsinn), wenn man ihn zum ersten Mal in einer Konversation erwähnt führt immer eine Handbewegung zum Kopf, der Mann hat einfach eine Markenzeichenfrisur – bei Gelegenheit mach ich mal ein Bild. Andere Professoren kamen natürlich auch nicht zu kurz- Motomiya: „Ich hab das Gefühl, dass die Frauen mich  nicht mögen… ist mein Unterricht langweilig?“ Das hat er eine Studentin gefragt, die ihn ihrerseits zuerst für sowas wie einen Stallker hielt – super Geschichte.

die netten Gruppenbilder haben die anderen gemacht, ich mach nur Bilder aus dem Hinterhalt!

Nach diesem Abend hat sich erstmal  nicht mehr viel getan, Donnerstag war Vorbereitung für das Uni-Fest, das von Freitag bis Samstag ging. Leider kam zu dieser Zeit auch Taifun Nummer 14 genau in unsre Richtung, weswegen das Fest am Samstag ausfiel, aber am Freitag waren wir, nach genauem Studium der Wettervorhersage, da.

Schon am Eingang wurde man mit Fylern und Einladungen zu einer Aufführung vom jeweiligen Club begrüßt, und wenn man einen Fuß nur in die Nähe eines Standes gesetzt hat, wurde man rangewunken und dazu animiert was zu kaufen.- Die meisten Stände, zumindest die draußen, haben was zum Essen verkauft. Das reicht von Taiyaki, bis zu Takoyaki, Oden und Sandwiches, die mein Club gemacht hat. Nachdem wir einen Schlachtplan erstellt haben, haben wir uns durch verschiedene Stände probiert und sind dann bei meinem persönlichen Highlight des Tages angelangt: dem Cross-Dressing-Contest für Männer. Die Jungs waren einfach nur extrem witzig, besonders Nummer 3, die ihren eigenen Fan Club in den ersten zwei bis drei Reihen sitzen hatte. Super Show. Nachdem es dann doch etwas frisch geworden war sind wir wieder rein und in eine Maid Café, in welches wir von jemandem aus meinem Seminar eingeladen worden sind. Da haben nicht nur einen sondern gleich zwei mal Pudding bekommen, nachdem ich das allerdings aufklären wollte meinte der freundliche Kellner in Spe, dass wir den auch haben können, wenn wir es niemandem sagen – so lieb einfach nur!

Alle Stände draußen sind in solchen Zelten

Stand von dem Club, in dem ich bin

Higlight-Video von Kandidat Nummer 3 – man achte besonders auf die ersten Reihen gegen Ende!

Pudding ausm Maid Café, keine Ahnung, warum ich die Maids und Butler net fotografiert hab…

Auf dem Heimweg wollten Ali und ich eigenlich noch Blut spenden, da von A und 0 noch so viele  Spender gefehlt haben (häufigste Blutgruppe in Japan ist, wenn ich mich nicht irre, B) – allerdings haben wir einfach viel zu lange im Ausland gelebt, als das sie hätten unser Blut haben wollen – dann halt nicht.

Und ich habe dem Flausch nicht widerstehen können, als wir ins Daiei gingen

Am Samstag war ans Rausgehen nicht zu denken, bei dem furchtbaren Wind und Regen, aber Sonntag sah die Welt schon wieder viel besser aus. Am Montag ging es dann nach Yokohama China Town und Minato Mirai, aber das, liebe Leute, ist eine andere Geschichte!

Happy belated yummy Halloween – Kabocha Kuchen, war super lecker

 

 

Man man manzoku
24/10/2010

Um kurz den Titel zu erläutern: das ist aus einer Werbung für irgendeinen Schoko(?)Riegel und 満足 manzoku heißt „zufrieden“ und da ich mit der vergangenen Woche zufrieden bin und diese Werbung einfach zu einprägsam ist um sie zu ignorieren, hab mich ihrer einfach bedient.

Was also ist in der vergangenen Woche passiert?

Bis Mittwoch nicht viel, aber an eben jenem Mittwoch ging es, wer hätte es gedacht, mal wieder nach Tokyo um a) meinen Shippo umzutauschen, welcher bereits nach einer Woche das Zeitliche gesegnet hatte und b) zum Treffen mit einer Freundin.

a) verlief ohne Probleme, und die junge Angestellte im Diavlo Geschäft war einfach nur reizend <3

b) war auch sehr nett, trotzdem mir, während ich gewartet habe mal wieder ein Jobangebot der Sorte gemacht wurde, die man besser nicht annimmt

im Übrigen werden in diesem Post viele Bilder von Essen zu sehen, wer Hunger hat geht jetzt also erstmal was kochen und liest dann gemütlich weiter

Bild von Mittwoch

So viel zu Mittwoch, es folgt, wie schon seit vielen vielen Jahren der Donnerstag, an dem es eigentlich nur zum Club ging, in den Daiei zum Einkaufen und dann direkt heim, weil einfach alles nur schlecht war an dem Tag: Wetter, Laune, der Bus der vor der Nase wegfährt etc, aber zum Glück konnten meine Eltern der Sache Abhilfe verschaffen, denn für alles andere gibt es Visa.

War zwar nicht am Donnerstag, aber die Blumen sind für meine Mama, weil sie so drauf steht. Die waren einfach nur riesig, überhaupt sind die Blumen in den Gärten sehr groß und sehr sehr bunt

Gehen wir weiter zu Freitag, ganz normal Uni

vor dem Unterricht, alle noch relativ lebendig….

und mitten im Unterricht: schlafen, Gameboyspielen, Lesen – während sich der Prof mit seinem Vortrag beschäftigt, beschäftigen sich die Studenten mit … was ihnen grad einfällt.

Nach dem Unterricht hieß es Warten auf das 試食 shishoku (Kostprobe) von meinem Club. Geplant ist es während dem 文化祭 Bunkasai (wörtlich Kulturfest, jeder Club bereitet was vor, meistens Essen – während dem Bunkasai ist kein Unterricht) sollen Sandwiches verkauft werden und wir haben über Aufwand, Kosten und beste Zusammensetzung geredet, dabei viel Gegessen (man muss ja kosten, was man anderen andrehen will), geredet und gelacht. War ein sehr netter Abend. Besonders überrascht hat mich die Geschlechterratio: Jungs in der Überzahl, aber extrem – und so gut wie alle Erstsemester. Es ist auch Senpai von ihnen gekommen, aber ich war immernoch die Älteste, um ein paar Monate.

In Ermangelung eines Ofens, beziehungsweise einer Ofenfunktion der Mikrowelle, wurden die Semmeln einfach auf einer Art Grill(?) zubereitet, das tat schon ein wenig in der Seele weh, muss ich gestehen.

Am Samstag hatte ich dann das erste Treffen mit einem meiner Nachhilfeschüler, wobei es mir nicht wirklich wie Nachhilfe vorkam. Natürlich hab ich hier und da ausgebessert, besonders bei dem deutschen Text, den er geschrieben hat, aber sonst war es eher wie ein nettes Gespräch, da hat man schon fast ein schlechtes Gewissen für eine Stunde 2500 Yen (rund 25 Euro) zu bekommen, aber da hörts noch nicht auf, nein. Ich bekam noch einen Matcha Latte von Starbucks, ein Okonomiyaki und einen Kaffee spendiert und wahrscheinlch demnächst eine Willkommensfeier.

Sonntag, also heute, beziehungsweise gestern, wenn ich auf die Uhr schaue, stand das Treffen mit unsrem Professor aus Wien an. Nach ein wenig Hin und Her wurde dann ein Izakaya in Shinjuku ausgewählt, Treffpunkt Higashiguchi (Ostausgang). Wer meinen Blog öfters liest wird vielleicht schon erahnt haben, dass ich ein besonderes Verhältnis zu dieser Gegend habe: Verfolgungswahn!

Ali, Clara und ich sind vorher Hachiko in Shibuya besuchen gegangen und ein Getränk im Starbucks an der Kreuzung verdrücken, super Aussicht inklusive. Nachdem ich mich erfolglos versucht habe zu erinnern wo die Purikura-automaten sind, sind wir nach Shinjuku gefahren. Dort hab ich meiner Mister Donuts Kundenkarte wieder ein paar Punkte spendiert.

Leider hat er äußerlich die Zeit in meiner Tasche nicht gut verkraftet, aber geschmeckt hat er trotzdem. Den anderen gibts morgen zum Frühstück. Übrigens habe ich mich auf das Abenteuer eingelassen mir die Schuhe anzuziehen, die ich mir anfänglich gekauft habe – gut das ich welche zum Wechseln mit hatte, aber ich habe mich tapfer geschlagen.

Das erinnert mich daran, wie ich nach dem wir im Starbucks waren auf Clara und Ali gewartet habe, haben mich zwei Japanerinnen beäugt – und nach ein paar Minuten kam plötzlich ein leises Stimmchen von der Seite, ob ich denn Japanisch verstehen könne. Geistig auf alles mögliche eingestellt bejae ich und bekomme erklärt : “ 可愛いから声を掛けました。“ In etwa „Weil du nett aussiehst wollten wir mit dir reden.“ Ich hab das Gefühl, ich bin ein Magnet für sowas.

Zurück zu Shinjuku: erstaunlicherweise waren die Bahnen heute verdammt leer, für Tokyo-Verhältnisse halt – wo sind nur die Männer wenn man mal welche belästigen will? -> Erklärung dazu: am Freitag hatten wir im Japanischunterricht die Frauenwagen zu Thema, die es in Japan gibt. Mit denen dürfen nur Frauen fahren, weil es vorkommen kann, dass sie in dem Gedränge sonst beleästigt werden. Irgendwie kamen wir dann dadrauf, dass es doch auch umgekehrt sein könnte, was mich an den Moment in der Bahn erinnerte, in welchem Ali an ihrem Vordermann klebte… Jedenfalls fragte unsere Lehrerin, ob sie denn mal einen Mann in der Bahn belästigen möchte – gut, da dachten wir, passende Gelegenheit gibt es in der Yamanote Linie immer, aber nicht heute!

Nachdem wir dann mehr oder weniger alle gefunden hatten ging es auf in das Izakaya, in welchem eine Speiße nach der anderen, und natürlich auch Getränke, aufgefahren wurden.

Edamame, Takoyaki, eine Art eingerolltes Omlett, eingelegte Gurke

Karaage

Pommes mit viel Knoblauch, immer leerer werdende Teller und immer voller werdende Mägen

mein Kiwi Sour, Yakitori, Yakisoba und was mit Udon

Ein Bild in die Runde

Die netten Leute vom Nachbartisch, die ein Gruppenbild von uns gemacht hab – warum nicht also auch eins von ihnen machen.

Die meiste Zeit haben wir uns darüber ausgetauscht, was wir so an der Uni machen, was wir machen müssen und allgemein unsere Erfahrungen bis her. Sehr netter und entspannter Abend.

Nach gut zwei Stunden haben wir uns dann alle verabschiedet, alle in stiller Dankbarkeit an unseren Professor, der, nachdem jeder von uns 1000 Yen beigesteuert hat, den Rest bezahlt hat. Das YCU Grüppchen, sprich Ali, Clara und ich sind dann noch eine Runde gelaufen und wir haben festgestellt, dass es im Regen nur halb so spaßig ist, da nicht wirklich was auf den Straßen los ist.

Aus der Bahn heim stammt dieses nette und für Japan typische Bild, eine Reihe schlafender Menschen, aber die beiden Mädls rechts haben einfach ein Photo herausgefordert.

Es folgen vollkommen zusammenhangslos Bilder, natürlich meistens von Essen!

Saisonaler Tee mit Milch: Montbanc – Geschmack!

105 Yen Dose mit einem nach Pfirsich schmeckendem Alkoholmischgetränk, empfehlenswert.

Nicht gerade die größte Pizza, wie die Hand verdeutlichen soll, die man bekommen kann, aber die billigste. 105 Yen. Selbst wenn ich 5 von denen kaufen würde wäre es billiger als eine normale zu bestellen. Geschmack: Thunfisch-Mayo

Instant Matcha au Lait – lecker.

Kabocha, Kürbis den man gekocht mit der Schale essen kann. Schmeckt süßlich, aber gut – und ein Viertel davon kostet nur rund 90 Yen, da klatschen Magen und Geldbörse in die nicht vorhandenen Hände.

nix zum Essen, Bild von vergangenem Mittwoch, nachdem ich wieder daheim war.

Ich denke das wars im Großen und Ganzen,

to be continued on … Wednesday, denn am Mittwoch geben Claras Leute aus ihrem Seminar eine kleine Halloween-Feier und Ali und ich wurden auch eingeladen. Dann kommt natürlich noch das Bunkasai und… ja, mal sehen.

2:25 Ortszeit, Gute Nacht