Was lange währt
07/12/2010

Tadaaaa

Es gibt einiges nachzuholen … so circa ein Monat ohne ordentliche Einträge… oh je

Okay, dann machen wir mal eine kleine Zeitreise und wandern zurück zum 6.11. An diesem Tag ging es mit Ali auf zur Ginza, hat ein ziemlich nobles Image dieses Viertel, was durch die Dichte der Markengeschäfte nicht gerade besser wird. Vorher haben wir allerdings noch einen kleinen Abtsecher nach Shibuya gemacht um meine Handschuhe wiederzuholen (hab die gestern übrigens schon wieder vergessen, zuminest einen von beiden) Und wenn wir schonmal da sind, können wir natürlich auch gleich Puris machen, nicht wahr? :D

Dann gings auf zur Ginza zu einer International Party, wobei alle Frauen, die im Kleid kamen nur 500 Yen Eintritt gezahlt haben mit „Nomihoudai“.  Es hat gar nicht lange gedauert bis sich die ersten zu uns gesellt und wir über alles mögliche geredet haben.  Nach dem Pokémon-Prinziep noch Mail-Adressen ausgetauscht und ab gings nach hause. Das Lustigste ist eigentlich passiert, wie wir mit dem Toudai-Studenten Richtung Heimat gingen: auf dem Weg zur Bahn legt es mich innerhalb von 5 Minuten nicht nur einmal der Länge nach hin, nein, gleich 2 Mal! Und das, obwohl ich nicht mal angetrunken war – aber wenigstens konnte ich meine Umwelt erheitern, hat ja auch was für sich :D Wir haben kurz vor Schluss übrigens noch 2 Karten für freien Eintritt bekommen, falls wir nochmal hingehen sollten.

Danach passierte 10 Tage nicht viel, außer das ich mit Ali einmal 4 Stunden beim Karaoke war, zu einem spott-billigem Preis – kein Wunder, es war ein Montag. Allgemein war der November eher ruhig, da ich mich auf meinen Vortrag fürs Seminar vorbereiten wollte, am 16. war allerdings eines meiner Highlight-Events bis dato (obwohl ich sagen muss, dass die seit letzter Woche auch zunehmen..wo kommt dieses Sozialleben auf einmal her?? Das hat schon fast erschreckende Ausmaße)

Okay, 16.11. – wie gewöhnlich Englischnachhilfe in Yokohoma (okay, das war an diesem Tag erst zum zweiten Mal, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Das macht die Ereignisse des Abends nur umso unglaublicher)

Ich bin ca. 15 Minuten zu früh und stehe in der Kälte, da ich es höflicher finde vor dem Café zu warten als drinnen, aber das ist glaub ich nur meine persönliche Macke, nur um das festzustellen, das mein Schüler die ganze Zeit über drinnen saß. Wie dem auch sei, wir haben uns dann wie gehabt 90 Minuten unterhalten und wie wir dann rausgegangen sind telefonierte er plötzlich mit seinem Vorgesetzten, der offensichtlich ganz alleine in einem Izakaya saß und meinen Schüler gefragt hat, ob er ihn nicht Gesellschaft leisten will. Der wiederum hat seinen Chef gefragt, ob er mich denn nicht mitnehmen kann und hat auch gefragt ob es denn ok wäre, wenn wir ins Kyabakura gehen. Wie ich das gehört hab ist mir glaub ich alles aus dem Gesicht gefallen. Ich hätte alles für möglich gehalten, aber nicht das! Sein Chef schien kein Problem damit zu haben, also sind wir in ein Taxi gestiegen und auf zum Izakaya. Ich war schon ziemlich nervös, schließlich wollte ich meinen Schüler vor seinem Chef nicht blamieren oder so, wo er doch extra gefragt hat, ob ich mitkommen darf.

Die Unterhaltung war super lustig, denn irgendwann sind sie auf das Spiel gekommen sich gegenseitig zu sagen, wer mir denn nicht was zahlen soll, zB.: „Ok, dann kauf ihr doch nen Nintendo DS.“ „Wenn du die Miete übernimmst.“ Irgendwann wusste ich schon nicht mehr, was für ein Gesicht ich machen soll, weil das alles einfach nur so skurril war. Manchmal hatte ich das Gefühl, bei einem halben Omiai zu sein.

Danach ging es ins Kyabakura. Asuka, die eigentlich so gut wie die ganze Zeit neben mir saß war wirklich super nett – hätte nicht gedacht so gut mit ihr reden zu können. Woran ich mich allerdings den ganzen Abend (eigentlich bis jetzt) nicht gewöhnen konnte war mit „Sensei“ (Lehrer) angesprochen zu werden, weil ich ganz einfach über eine Dekade jünger bin als mein Schüler – aber das ist halt Japan, da ist man schnell mal irgendwas und in dem Fall halt ein Lehrer :D

Ich schwöre das ich den ganzen Heimweg über wie ein Honigkuchenpferd gegrinst hab. Am nächsten Morgen ging es dann brav zu Uni :D

Am 19. hatte ich dann meinen Vortrag in meinem Seminar – bestechenderweise über Host Clubs. Normal sieht der Plan so aus, dass immer zwei vortragen, aber als der Glückspilz der ich nun manchmal bin war der/die andere nicht da, und es wurde die ganze Zeit über mein Thema geredet. Keine Ahnung wann ich das letzte Mal so nervös vor einem Vortrag war, aber am Ende ist es doch ganz gut gelaufen. An diesem Tag hab ich übrigens endlich mal gefragt, wie es mit einer Seminararbeit aussieht und ja, ich muss eine schreiben, allerdings keine Ahnung wie lang die sein soll, darüber hat der Prof keine Vorstellung. Würde mir das in Wien passieren könnte ich gleich Amok laufen *gg* Aber in Japan nimmt man sowas wohl nicht ganz so ernst (wurde mir am Sonntag übrigens bestätigt wie ich von Yuki erzählt bekommen habe, dass man für einige Seminare nicht mal ne Arbeit schreiben muss bzw. das Thema der Arbeit so rein absolut gar nichts mit dem Thema des Seminars zu tun haben muss.. undenkbar daheim, absolut undenkbar!)

Danach ist wieder nicht recht viel passiert, da sich bis letzte Woche meine Pläne irgendwie ständig über den Haufen geworfen haben.

Aber wie ich am 23. arbeiten war sind wir nachher noch Essen bzw. Trinken gegangen in ein super chices Izakaya. Die Unterhaltung war auch super lustig, vor allem auf Grund von leichten Verständigungsproblemen *gg*

Sehr guter Tofu! Sah alles nicht nur gut aus, sondern hat auch gut geschmeckt

Wie gesagt, sehr netter Abend :D

Es folgte dann irgendwann der 28. (logischerweise) Ich war da zwar schon seit Mittwoch am kränkeln, aber das hat mich nicht abgehalten, nur fast, mit nach Kamakura zu fahren (ich sollte so langsam mal die Postkarten schreiben! Wo ich doch endlich mal welche aufgetrieben hab). Mit dem Bus ist es extrem billig und eigentlich auch gar nicht weit, wenn sich nicht gerade alles staut. Zuerst haben wir uns den  großen Buddha angesehen, über 12 Meter groß, glaub ich, und man kann auch reingehen!

Ich habs geschaft ein Bild ganz ohne Menschen zu machen!! Zum Vergleich wie viele da eigentlich unterwegs waren:

hehe

Dann haben wir zufällig auch noch Sonja, die an der Hosei Uni ist (stimmt doch oder?) und ein paar ihrer japanischen Kollegen getroffen! Manchmal ist Japan wirklich ein Dorf.

Weiter gings mit zwischenzeitlicher Stärkung in Form von riesen Senbei zum Hase-Dera, ein Tempel der so gut wie um die Ecke liegt. Der hat eine wunderschöne Gartenanlage und sogar eine einer Gottheit geweihte Höhle, in die man reingehen kann, allerdings streckenweise nur gebückt.

Senbei :D die allerdings im Laufe der Zeit immer mehr im Mund geworden sind

leider zeigt das Bild nicht wie schön es wirklich war

Am Abend ging es dann wieder Heim, kaum zu glauben, dass wir für den Buddha und den Tempel so viel Zeit gebraucht haben. Wir waren auf jedenfall ziemlich fertig, aber es hat sich gelohnt!

Bis zum Freitag ist dann nicht mehr viel passiert, aber seit dem 3. Dezember bin ich nur am routieren *g*

Am 3. Dezember war wieder ein Treffen mit Kazuki angesagt und wie eine Mail kam dachte ich schon, dass es ins Wasser fällt aber nein, er hat nur gefragt, ob er nicht Freunde mitbringen kann. Ja, warum nicht – mir solls egal sein. Nach dem Unterricht ging es also auf nach Ikebukuro – wo ich dieses Jahr eh noch nicht gewesen bin. Eigentlich war ja 7 ausgemacht, aber irgendwie hat der Herr sich eingebildet, dass wir uns um 6 treffen, also hab ich Shibuya gestrichen und bin gleich nach Ikebukuro gefahren wo ich erst recht hab warten müssen, aber wenigstens war es angenehm warm an dem Tag – mit 23 Grad um Dezember! Als wir endlich alle beisammen waren ging es auf zum Billard :D ich habs ewig nicht mehr gespielt, aber das Glück war an dem Tag halbwegs auf meiner Seite und die ein oder andere Kugel rein ging. Nach dem Billard sind wir noch in ein Izakaya. Seine Freunde waren wirklich nett und Ma-kun hat mich ziemlich an Sato Takeru erinnert muss ich sagen. Irgendwann wolln wir vielleicht mal zusammen zum Karaoke gehn – wär sicher lustig :D Leider keine Bilder gemacht – fail. Aber beim nächsten Mal! (insofern es eins gibt)

Am Samstag war die Welcome-Party, die mein Deutsch Schüler für mich veranstaltet hat. Am Vormittag ist da das Paket meiner Eltern gekommen über das ich mich wie ein Schneekönig gefreut hab und immernoch freu :D Danke Danke!

Mein Schüler und ein Freund von ihm haben Oden und Nabe vorbereitet – super viel. Selbst Clara ist an dem Tag mal richtig satt geworden – glaub ich zumindest. Ehrlich gesagt hat es mich an dem Tag mal wieder super geflasht wie wir es schaffen uns locker einen ganzen Abend auf Japanisch zu unterhalten, völlig zwanglos – immernoch erstaunlich für mich.

Am Sonntag war das Treffen mit Yuki, a la alle guten Dinge sind 3, weil wir das schon 2 Mal verschoben haben. Auf dem Weg nach Shinjuku bin ich in Shibuya ausgestiegen um im 109 einzukaufen, allerdings gabs das was ich wollte nicht mehr, und da ich nicht viel Zeit hatte bin ich einfach nur durchgerusht und mit leeren Händen wieder raus – Geld gespart, da bin ich auch nicht böse *gg*

Nach den obligatorischen, wär hätte es gedacht, Purikura gings zum Karaoke und … Oh mein Gott – was für ne Stimme, die hat mich echt geflasht! Wie ein Orkan, wirklich (merkt man das ichs immer noch nicht pack? *gg*)

Der nächste Programmpunkt war, auch so ziemlich obligatorisch, ein Izakaya mit Nabe – denn das Nomihoudai gabs nur in Kombi mit einem Menü. War aber sehr gut – auch wenn es seltsamerweise die ganze Zeit über Weihnachtslieder gespielt hat, was gar nicht passen wollte… und in die Wände waren Aquarien eingelassen mit ganz viele Fischen drin. Die Izakaya hier sind wir wirklich sehr stylisch – trotzdem ich immer vergess Bilder zu machen.. Schande über mich!

Da es noch relativ zeitig war sind wir dann noch in ein andres Izakaya gezogen, und diesmal war nicht ich es, die sich abgeschossen hat! HA! Das musste jetzt fürs Ego sein *gg* Auf den Weg zum Bahnhof hab ich ein bisschen Stütze gespielt, aber das ist schon okay, ich kenn das ja. Da es mir immer noch zu zeitig und ich sowieso schon in Shinjuku war hab ich noch einen Abstecher nach Kabukucho gemacht – wo ich lustigerweise einen Flyer für nen Laden bekommen hab in dem ich dieses Jahr schon war – aber das haben die anscheinend nicht gemerkt und ich bin nochmal billiger reingekommen :D Luxis <3

23.30 Uhr (diese Uhrzeit bleibt besser unkommentiert) bin ich dann zum Bahnhof und hab in Shinagawa noch so ziemlich die letzte, wenn nicht sogar die letzte Bahn erwischt, die allerdings nur bis Kanazawabunko gefahren ist, was eine Station vor meiner ist. Ich hab keine Ahnung wie (die Yokosuka Schilder waren schon ne Hilfe!), aber ich hab Heim gefunden. Super lustig war noch die Szene wie ich gerade in der Gegend rumsteh und mein Onigiri auspack und ein Auto neben mir hät und der Fahrer mich fragt, ob er mich Heim fahren soll. Keine Ahnung wie lange ich ihn fassungslos angesehen hab bevor ich höflich lächelnd abgelehnt hab.

Ehrlich, ich kann den Berg nicht ausstehen, aber halb zwei in der Nacht lass ich mich sicher nicht von irgendwem Heim fahren. So geistesabwesend könnte ich glaub ich niemals sein (obwohl….xD)

Heute ist wieder Nachhilfe und diese und nächste Woche auch schon wieder verplant – wo auch immer das jetzt auf einmal er kam.

Morgen geh ich mir die Weihnachtsbeleuchtung um Minato Mirai herum ansehen, am Samstag hat mich mein Englisch Schüler zu seinem Club eingeladen, mit anschließendem Nomikai, am Sonntag auch ein Treffen, am Monatg treffen wir uns endlich mal wieder mit unseren Tutorinnen (in einem Izakaya haha) und am Dienstag keine Nachhilfe aber ein Essen und wieder Kyabakura .. ich glaub das wars fürs erste…

und wenn ich nicht kategorisch alles abgelehent, bzw der Tag mehr als 24 Stunden hätte würde ich heute nicht nur Nachhilfe geben, sondern auch noch ins Disneyland gehen und mich mit 2 verschiedenen Leuten treffen xD , aber zum Glück ist der Tag nicht so lang

So, das war ein Monat Japan in Kurzfassung, ich hoffe ich schreib jetzt wieder regelmäßiger, damit sich das nicht mehr so aufstaut (wenn ich nicht zwischen durch die kleinen Nachrichten schreiben würde und mein Handy als Terminkalender missbrauchen würde wüsste ich gar nicht mehr, was ich alles gemacht habe…)

Man liest sich :D

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Zwischen Genie und Wahnsinn
02/11/2010

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag ja schon letzte Woche schreiben, aber das ich, wie man wohl gemerkt hat, nicht ganz geschafft, deswegen eine kleine Zusammenfassung.

Fangen wir beim Mittwochsunterricht an, besser gesagt bei einem, in den ich nicht einmal gehöre. Ich hab mich einfach mit in 社会学入門 (Shakaigakunyumon – Einführung in die Soziologie) gesetzt, wohin Ali geht, um die Zeit bis zur Halloween Party von Claras Seminar zu überbrücken. Im Übrigen ist der Prof für diese Vorlesung Nakanishi, der auch mein Seminar leitet. Jedenfalls, stellte er an besagtem Tag die wohl genialste, und auch skurielste Aufgabe, die ich je gehört habe: Zeichnet Frankenstein!

Eigentlich soll man immer ein Kommentar zu irgendwas verfassen, was in der Stunde gesagt wurde etc. aber Franenstein zeichen… da fehlten mir die Worte

hier ein künstlerischer Erguss von Ali zum Themma, angelehnt an Noblesse (lesen!)

Aufs Blatt kam dann auch noch Frankensteins Monster.

Während dem Rest der Vorlesung hatte ich Spaß mit meinem Buch, das mir Nakanishi geschenkt hat – Unterhaltungswert 180%.

Nach der Vorlesung haben wir noch Zeit in der wie ausgestorben wirkenden Mensa totgeschlagen – ausgestorben im Vergleich zur Mittagszeit versteht sich. Sehr lustig was man da für Leute sieht, die Eis-gang , die bei Wind und Wetter ein 150 Yen Eis verdrück, die Typen, die meinen, dass eine Hose prinzipiell unterm Arsch getragen gehört und und und. Eine wahre Fundgrube für Leute wie mich, die people-watching als Hobby haben.

Dann ging es jedenfalls weiter zur Party, wobei es gemütliches beisammensitzen eher trifft. Ich war richtig erstaunt, dass man sich mit den Leuten im gleichen Seminar auch unterhalten kann, bei mir war das irgendwie bisher noch nicht möglich. Jedenfalls war ach die Prof hin und wieder mal mit dabei, von der ich eine Vorlesung besuche, und sie hat uns zwei mal Pizza spendiert – was hier nicht grad billig ist. Ich muss sagen, ich, beziehungsweise wir, haben noch nie eine so gute Unterhaltung mit Japanern geführt – im Sinne von nicht nur oberflächlich und auch richtig mit einbezogen werden etc. Das war wirklich super. Kann vielleicht auch daran liegen, dass sie als 三年生 (Sannensei Studenten im dritten Jahr) irgendwie gechillter/aufgeschlossener/was auch immer sind. Auf jeden Fall tat es gut zu  merken, dass sowas auch möglich ist. Die Mädls warn alle super nett und um wieder auf Prof Nakanishi zurückzukommen (Genie und Wahnsinn), wenn man ihn zum ersten Mal in einer Konversation erwähnt führt immer eine Handbewegung zum Kopf, der Mann hat einfach eine Markenzeichenfrisur – bei Gelegenheit mach ich mal ein Bild. Andere Professoren kamen natürlich auch nicht zu kurz- Motomiya: „Ich hab das Gefühl, dass die Frauen mich  nicht mögen… ist mein Unterricht langweilig?“ Das hat er eine Studentin gefragt, die ihn ihrerseits zuerst für sowas wie einen Stallker hielt – super Geschichte.

die netten Gruppenbilder haben die anderen gemacht, ich mach nur Bilder aus dem Hinterhalt!

Nach diesem Abend hat sich erstmal  nicht mehr viel getan, Donnerstag war Vorbereitung für das Uni-Fest, das von Freitag bis Samstag ging. Leider kam zu dieser Zeit auch Taifun Nummer 14 genau in unsre Richtung, weswegen das Fest am Samstag ausfiel, aber am Freitag waren wir, nach genauem Studium der Wettervorhersage, da.

Schon am Eingang wurde man mit Fylern und Einladungen zu einer Aufführung vom jeweiligen Club begrüßt, und wenn man einen Fuß nur in die Nähe eines Standes gesetzt hat, wurde man rangewunken und dazu animiert was zu kaufen.- Die meisten Stände, zumindest die draußen, haben was zum Essen verkauft. Das reicht von Taiyaki, bis zu Takoyaki, Oden und Sandwiches, die mein Club gemacht hat. Nachdem wir einen Schlachtplan erstellt haben, haben wir uns durch verschiedene Stände probiert und sind dann bei meinem persönlichen Highlight des Tages angelangt: dem Cross-Dressing-Contest für Männer. Die Jungs waren einfach nur extrem witzig, besonders Nummer 3, die ihren eigenen Fan Club in den ersten zwei bis drei Reihen sitzen hatte. Super Show. Nachdem es dann doch etwas frisch geworden war sind wir wieder rein und in eine Maid Café, in welches wir von jemandem aus meinem Seminar eingeladen worden sind. Da haben nicht nur einen sondern gleich zwei mal Pudding bekommen, nachdem ich das allerdings aufklären wollte meinte der freundliche Kellner in Spe, dass wir den auch haben können, wenn wir es niemandem sagen – so lieb einfach nur!

Alle Stände draußen sind in solchen Zelten

Stand von dem Club, in dem ich bin

Higlight-Video von Kandidat Nummer 3 – man achte besonders auf die ersten Reihen gegen Ende!

Pudding ausm Maid Café, keine Ahnung, warum ich die Maids und Butler net fotografiert hab…

Auf dem Heimweg wollten Ali und ich eigenlich noch Blut spenden, da von A und 0 noch so viele  Spender gefehlt haben (häufigste Blutgruppe in Japan ist, wenn ich mich nicht irre, B) – allerdings haben wir einfach viel zu lange im Ausland gelebt, als das sie hätten unser Blut haben wollen – dann halt nicht.

Und ich habe dem Flausch nicht widerstehen können, als wir ins Daiei gingen

Am Samstag war ans Rausgehen nicht zu denken, bei dem furchtbaren Wind und Regen, aber Sonntag sah die Welt schon wieder viel besser aus. Am Montag ging es dann nach Yokohama China Town und Minato Mirai, aber das, liebe Leute, ist eine andere Geschichte!

Happy belated yummy Halloween – Kabocha Kuchen, war super lecker

 

 

Seht und staunt!
24/04/2010

… Denn ich habe es endlich geschafft den Header zu verändern. Er ist zwar ganz ansehnlich geworden, aber weit von dem entfernt, was ich mir für diese Seite vorgestellt oder gewünscht habe.  Aber das kann sich ja noch ändern wenn ich an der Quelle zu passendem Material sitze.

Und wo ich gerade bei der Quelle bin, nämlich Japan, es gibt neue Infos: Abflug am 15.September mit KLM – hätte ich gewusst, dass ich so oft mit denen fliegen werde, dann hätte ich Meilen gesammelt. Lustigerweise habe ich bei einem mehr oder minder Vorstellungsgespräch mal gemeint, dass es mein Hobby wäre, Flugmeilen zu sammeln. Ja, so wirklich aus der Luft gegriffen ist das wohl nicht.

Okay, zurück zum Thema: da wir am 16. vor 16 Uhr ankommen sollen fliege ich wie gesagt am 15. mit 4 Stunden Aufenthalt in Amsterdam, aber das kennen wir ja schon von Früher.

Die Offenbarung der Gestaltung unserer ersten Tage in Japan sieht folgendermaßen aus:

16 September: Arrival

17 September: General Orientaion

18,19,20 September: Japanese National Holidays

21 September: Orientation-2, Registration at the ward office

22 September: Term(Classes) start

Als kleines Extra gab es noch Informationen zu unseren kleinen Appartements. Und  als  Randnotiz: nicht, dass ich etwas gegen Studentenwohnheime hätte oder so – im Gegenteil, ich würde damit klar kommen, nachdem ich selber ein paar Jährchen in einem verbracht habe, aber zu sagen ein „eigenes“ Appartement zu haben (und wenns im Endeffekt nicht größer ist als ein Zimmer im Studentenwohnheim) hat schon was. Sehr chic.

Besagte Appartements liegen, wie wir nun endlich wissen, im Gebiet Mutsuura, welches ich dummerweise imme rmit Matsuura betiteln will. Genauer ging die Adresse leider nicht, aber im Vergleich zu „Yokohama“ ist „Mutsuura“ schon um ein ganzes Eck genauer (wer sich das nicht vorstellen kann der schaue sich bitte eine Karte an). Und das Beste:

Equipment: Fully furnished. (Private Bath, Air-conditioner, Mini-fridge, Washing Machine、TV、Bed, Table, etc.)

Und all das ganz für mich! Ja die Freude ist groß wenn ich daran denke wie es ist sich mit einer ganzen Etage die Küche zu teilen, da hilft selbst die beste Putzfrau der Welt nicht mehr viel.

Zu gerne würde ich ja die Bilder zeigen, die im Anhang sind, aber ich bin gerade nicht in der Lage, die Bilder aus dem Word-Dokument rauszubekommen, darum muss es auch ohne gehen.

Anderes Thema: wie ich heute in einem Anflug an Pflichtbewusstsein meine Texte für DaF gelesen habe, habe ich den absurden innerlichen Drang verspürt mich weiter mit dem Thema meiner letzen Seminararbeit auseinander zu setzen und nein, diesmal nicht als Vorwand (Feldforschung lässt grüßen), sondern tatsächlich mit wissenschaftlichen Ambitionen. Was macht also der motivierte Student? Er sucht auf Youtube. Im Zuge meiner kurzen und ergiebigen Suche bin ich dann auf diese kleinen Perlen gestoßen (nicht weil sie so qualitativ hochwertig sind, sondern schlicht und ergreifend unterhaltsam, zumindets für mich):

Nummer 1, dessen Kommentare einfach zu göttlich sind, ich habe schon nach den ersten Sekunden lachen müssen

Nummer 2, mit einer Synchronisation die ich besser unkommentiert lasse

Dem folgten ein paar privatere Videos, wobei ich mir bei einer „Serie“ nicht sicher bin, ob ich nicht einen bissigen Kommentar hinterlassen soll oder einfach nur mit einem Auge lachen und dem anderen weinen. Allerdings hat mich das wieder in Aufbruchstimmung ausbrechen lassen. So much to do so much to see…. nur leider gibt es keine backstreets die ich nehmen kann um mal eben 5 Monate zu überbrücken. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob ich wirklich „leider“ sagen soll und nicht „zum Glück“, denn immerhin lässt man alle Menschen, die man sonst mehr oder weniger sehen kann, wann man will, für einen recht langen Zeitraum hinter sich.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, präziser: ich hatte es vor den Osterferien, dass es gar nicht mal nötig ist bis nach Japan zu gehen, wenn Japan fast im wahrsten Sinne zu einem selbst kommt.

Durch das bereits erwähnte Tutor-System bin ich nun in Kontakt mit einigen Japanern – besser gesagt das Yokohama Grüppchen. So trug es sich zu, dass wir nichtsahnend einfach nur Essen gehen wollten bei dem Japaner unseres Vertrauens, dem, bei dem ich mein Praktikum absolviert habe, aber letztlich zum Billardspielen mit gewissen Angestellten gekommen sind, gefolgt vom „noch einen Trinken gehen“, auf seine Rechnung wohl gemerkt, Babysitter spielen und Nerven, die sich am liebsten die Kugel geben wollten, beziehungsweise demjenigen, der den Alkohol wohl nicht so sehr verträgt, wie er ihn trinken will – oh was freue ich mich auf die Nomikai! An jenem Abend habe ich mich wirklich gefühlt, als wäre ich schon lange in Japan, da wir den Japanern mit 2:5 weitaus unterlegen waren.

Zu dem besagten Essen-gehen kam es im Übrigen durch eine Okonomiyaki-Party, die die Yokohama Mädchen für ihre Tutoren veranstaltet haben. Auch da war schon dieses „wozu eigentlich noch den Kontinent verlassen?“ -Gefühl, aber noch nicht ganz so ausgeprägt. Umso ausgeprägter war allerdings der Morgen nach der Party, aber das würde nun doch zu sehr ausufern (nicht, dass ich das nicht sowieso schon täte, aber ich muss den Schreibmangel der letzten Zeit ja irgendwie kompensieren). Interessant war allerdings, dass sie das Okonomiyaki nicht richtig hinbekommen hatten. Nun ja, Alkohol destilliert und killt alle Geschmacksnerven – hoch willkommen! Nein, so schlimm war das natürlich bei weitem nicht, aber es hat bei uns doch schon für gen Norden wandernde Augenbrauen gesorgt.

Ich denke, ich habe mich „literarisch“ genug ausgetobt für heute.

Nachsatz: ich habe gerade neue Tags eingeführt bei denen ich mir sicher bin, dass sie in Zukunft noch weitaus häufiger gebraucht werden… |D

Bis zum nächsten Mal werde ich über die quälende Frage nachdenken: Pro oder Kontra Smilies in meinen Einträgen?!

Nachsatz 2: und hier eine richtige Perle! Ich wünschte, die hätte ich damals für meine Arbeit gefunden… Das schreit ja geradezu nach einer Fortsetzung