Väterchen, dein Glas ist leer, doch im Keller ist noch mehr
20/07/2011

Wo fang ich an、wo hoer ich auf mit dem gestrigen Tag?

Spulen wir mal von der naechtlichen Skype‐session vor zu dem Part、wo ich im Club bin

der hat mich、gelinde gesagt aeusserst ueberrascht! Nicht nur、dass allgemein die Stimmung viel ruhiger war (im positiven Sinne) auch der Service war genial

auch wenn sich die Leute nicht zu einem an den Tisch gesetzt haben kamen sie kurz vorbei um einen zu begruessen‐gar nicht gewohnt sowas und das als mehr oder weniger Veteran xD
Auch die Sakeauswahl war anders、kein Kyogetsu sondern guter Stoff xD

Die erste Runde die bei mir am Tisch war、war ja mal awesome! Wir haben entdeckt、dass ich im Grunde meines Herzens ein おっさん bin (Vaeterchen、Opi、betagter Herr oder wahlweise auch alter Sack、ganz、wie man das sehen moechte xD)
Und wie kamen wir drauf?Weil ich ne Vorliebe fuer Oden mit Sake hab、was schon ein Ossan‐image ist xD

Und dann kam einer auf die glorreiche Idee (weil meine Alk/nicht Alk Ratio 50/50 is und ich damit als guter Trinker klassifiziert wurde) das man ja die ganze Belegschaft an meinen Tisch rufen koennte und ich sie alle darnieder sauf und sie dann den Laden schliessen muessten xD (das klang jetzt alles mehr nach Alkohliker als es eigentlich der Fall war、seid beruhigt Genossinen und Genessen xD)
Haette ich zu gerne gesehn、haben wir aber natuerlich nicht gemacht!
Aber die Vorstellung war doch recht unterhaltsam hihi

uebrigens haben die Herren in diesem Club auch ohne Shimei neben einem gesessen
dazu ein Kommentar von Runde zwei: „machen wir ein Sandwich!“
und schon entgleiste mir das Gesicht xD und links und rechts neben sassen die beiden dann、wenig spaeter gefolgt von einem dritten vis a vis

im uebrigen wurde mein Name zu Christina xD einer kam an den Tisch und meinte so mir nichts dir nichts „Hallo Christina“
das war Gesichtsentgleisung Nummer zwei xD aber ich hab mir dann nen Spass draus gemacht und mich den naechsten als Christina vorgestellt haha grosse Verwirrung! Das warn glaub ich die Highlights und ich hatte mich auch ordentlich in Stimmung gebracht Plan a gegenueber zu treten mit meinem angestauten geballten Sarkasmus (am Ende hab ich mich dann eh zurueck gehalten und keine verbalen Ohrfeigen verteilt)

Zur allgemeinen Bespassung ein Bild einer der Gestalten von gestern:

auch hier、ob die Leserschaft will oder nicht HAHA (die Macht des Autors ist mit mir!)ein kleines best of:

wie ich so am Bahnhof warte geb ich mir meinen persoenlichen Themen‐song fuer den Herrn um mich richtig in Stimmung zu bringen:lie von lynch (wie die Faust aufs Auge/Arsch auf Eimer ‐ihr versteht schon xD)
Gut、er tanzt an(bitte nicht wortwoertlichen nehmen‐das will ich mir net vorstellen)und anscheinend hab ich mich gut in Stimmung gebracht denn es kam folgende hoch intelligente Frage: „bist du sauer?“

ich?! Neeein〜 viel besser:ich bin stink sauer du Heinz!
okay、das ist uebertrieben aber man versteht worauf ich hinaus will、oder?
jedenfalls meinte ich dann :nein wieso denn?
die Antwort:deine Augen machen mir Angst

hahaha〜 Spiel Satz und Sieg ‐ aber mal ehrlich、er hat mich noch nie richtig sauer erlebt hrhr was nicht heisst、das er nicht dran arbeiten wuerde lol

der Mann ruettelt nicht nur am Watschenbaum、manchmal hab ich das Gefuehl er will ihn faellen… o_O

Okay、das naechste Schmankerl: blabla aber du arbeitest ja am Wochenende…

eh〜 wieder nein xD
WENN、dann nur einen Tag und das auch nur kurz >.>

ich drauf: nein、tu ich nicht…

er:was? aber …

ich: hoer zu wenn Leute mit dir reden (-_-)

er: tut mir leid

HAHA! Ne echt mal… da verliert wohl wer den Ueberblick xD

Ich ueberspringe den suelzigen Teil bei dem meine nuechterne Antwort war: das sind wirklich schoene Worte、die du da von dir gibst (man ergaenze den gedanklichen Teil:von den so gut wie keins wahr sein wird xD)

Gut、in der Wohnung faengt er an zu kochen und kommt dann drauf noch ne Runde einkaufen zu gehn…mein Blick wandert zum Herd und ich stelle eine entsprechende Frage auf die die Antwort war „schalt ich natuerlich aus、so dumm bin ich dann doch nicht“

hab ich das behauptet? noe、hoechstens gedacht wenn man sich an die Geschichte mit dem Milchreis erinnert xD goettlich!

wie dem auch sei‐lange Rede und viel Unsinn ‐wir kommen wieder und der geneigte Leser kann sich sicher schon denken was jetzt kommt… richtig!
Kaum stand die Tuer offen zogen auch schon Schwaden von Roestaromen an uns vorbei aka er hat den Herd doch net abgedreht und seine Somen(?)sind ihm angebrannt…
Bitte lachen sie JETZT xD
Wie war das nochmal mit so bloed bin ich jetzt auch net? haha

wie man sieht、Entertainment pur an diesem Tag xD

uebrings neide ich ihm dieses Vieh‐das ist so angenehm zum schlafen! Aber selbst wenn ich irgenwo eins auftreiben koennte wuesste ich beim besten Willen net、wie zur Hoelle ich das nach Deutschland kriegen soll ausser ein zusaetzliches Flugzeugticket dafuer zu kaufen xD

So、ich glaub das wars erstmal xD am Wochenende gehts nach Hakone

und damit verabschiede ich mich vorerst

Advertisements

Was lange währt
07/12/2010

Tadaaaa

Es gibt einiges nachzuholen … so circa ein Monat ohne ordentliche Einträge… oh je

Okay, dann machen wir mal eine kleine Zeitreise und wandern zurück zum 6.11. An diesem Tag ging es mit Ali auf zur Ginza, hat ein ziemlich nobles Image dieses Viertel, was durch die Dichte der Markengeschäfte nicht gerade besser wird. Vorher haben wir allerdings noch einen kleinen Abtsecher nach Shibuya gemacht um meine Handschuhe wiederzuholen (hab die gestern übrigens schon wieder vergessen, zuminest einen von beiden) Und wenn wir schonmal da sind, können wir natürlich auch gleich Puris machen, nicht wahr? :D

Dann gings auf zur Ginza zu einer International Party, wobei alle Frauen, die im Kleid kamen nur 500 Yen Eintritt gezahlt haben mit „Nomihoudai“.  Es hat gar nicht lange gedauert bis sich die ersten zu uns gesellt und wir über alles mögliche geredet haben.  Nach dem Pokémon-Prinziep noch Mail-Adressen ausgetauscht und ab gings nach hause. Das Lustigste ist eigentlich passiert, wie wir mit dem Toudai-Studenten Richtung Heimat gingen: auf dem Weg zur Bahn legt es mich innerhalb von 5 Minuten nicht nur einmal der Länge nach hin, nein, gleich 2 Mal! Und das, obwohl ich nicht mal angetrunken war – aber wenigstens konnte ich meine Umwelt erheitern, hat ja auch was für sich :D Wir haben kurz vor Schluss übrigens noch 2 Karten für freien Eintritt bekommen, falls wir nochmal hingehen sollten.

Danach passierte 10 Tage nicht viel, außer das ich mit Ali einmal 4 Stunden beim Karaoke war, zu einem spott-billigem Preis – kein Wunder, es war ein Montag. Allgemein war der November eher ruhig, da ich mich auf meinen Vortrag fürs Seminar vorbereiten wollte, am 16. war allerdings eines meiner Highlight-Events bis dato (obwohl ich sagen muss, dass die seit letzter Woche auch zunehmen..wo kommt dieses Sozialleben auf einmal her?? Das hat schon fast erschreckende Ausmaße)

Okay, 16.11. – wie gewöhnlich Englischnachhilfe in Yokohoma (okay, das war an diesem Tag erst zum zweiten Mal, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Das macht die Ereignisse des Abends nur umso unglaublicher)

Ich bin ca. 15 Minuten zu früh und stehe in der Kälte, da ich es höflicher finde vor dem Café zu warten als drinnen, aber das ist glaub ich nur meine persönliche Macke, nur um das festzustellen, das mein Schüler die ganze Zeit über drinnen saß. Wie dem auch sei, wir haben uns dann wie gehabt 90 Minuten unterhalten und wie wir dann rausgegangen sind telefonierte er plötzlich mit seinem Vorgesetzten, der offensichtlich ganz alleine in einem Izakaya saß und meinen Schüler gefragt hat, ob er ihn nicht Gesellschaft leisten will. Der wiederum hat seinen Chef gefragt, ob er mich denn nicht mitnehmen kann und hat auch gefragt ob es denn ok wäre, wenn wir ins Kyabakura gehen. Wie ich das gehört hab ist mir glaub ich alles aus dem Gesicht gefallen. Ich hätte alles für möglich gehalten, aber nicht das! Sein Chef schien kein Problem damit zu haben, also sind wir in ein Taxi gestiegen und auf zum Izakaya. Ich war schon ziemlich nervös, schließlich wollte ich meinen Schüler vor seinem Chef nicht blamieren oder so, wo er doch extra gefragt hat, ob ich mitkommen darf.

Die Unterhaltung war super lustig, denn irgendwann sind sie auf das Spiel gekommen sich gegenseitig zu sagen, wer mir denn nicht was zahlen soll, zB.: „Ok, dann kauf ihr doch nen Nintendo DS.“ „Wenn du die Miete übernimmst.“ Irgendwann wusste ich schon nicht mehr, was für ein Gesicht ich machen soll, weil das alles einfach nur so skurril war. Manchmal hatte ich das Gefühl, bei einem halben Omiai zu sein.

Danach ging es ins Kyabakura. Asuka, die eigentlich so gut wie die ganze Zeit neben mir saß war wirklich super nett – hätte nicht gedacht so gut mit ihr reden zu können. Woran ich mich allerdings den ganzen Abend (eigentlich bis jetzt) nicht gewöhnen konnte war mit „Sensei“ (Lehrer) angesprochen zu werden, weil ich ganz einfach über eine Dekade jünger bin als mein Schüler – aber das ist halt Japan, da ist man schnell mal irgendwas und in dem Fall halt ein Lehrer :D

Ich schwöre das ich den ganzen Heimweg über wie ein Honigkuchenpferd gegrinst hab. Am nächsten Morgen ging es dann brav zu Uni :D

Am 19. hatte ich dann meinen Vortrag in meinem Seminar – bestechenderweise über Host Clubs. Normal sieht der Plan so aus, dass immer zwei vortragen, aber als der Glückspilz der ich nun manchmal bin war der/die andere nicht da, und es wurde die ganze Zeit über mein Thema geredet. Keine Ahnung wann ich das letzte Mal so nervös vor einem Vortrag war, aber am Ende ist es doch ganz gut gelaufen. An diesem Tag hab ich übrigens endlich mal gefragt, wie es mit einer Seminararbeit aussieht und ja, ich muss eine schreiben, allerdings keine Ahnung wie lang die sein soll, darüber hat der Prof keine Vorstellung. Würde mir das in Wien passieren könnte ich gleich Amok laufen *gg* Aber in Japan nimmt man sowas wohl nicht ganz so ernst (wurde mir am Sonntag übrigens bestätigt wie ich von Yuki erzählt bekommen habe, dass man für einige Seminare nicht mal ne Arbeit schreiben muss bzw. das Thema der Arbeit so rein absolut gar nichts mit dem Thema des Seminars zu tun haben muss.. undenkbar daheim, absolut undenkbar!)

Danach ist wieder nicht recht viel passiert, da sich bis letzte Woche meine Pläne irgendwie ständig über den Haufen geworfen haben.

Aber wie ich am 23. arbeiten war sind wir nachher noch Essen bzw. Trinken gegangen in ein super chices Izakaya. Die Unterhaltung war auch super lustig, vor allem auf Grund von leichten Verständigungsproblemen *gg*

Sehr guter Tofu! Sah alles nicht nur gut aus, sondern hat auch gut geschmeckt

Wie gesagt, sehr netter Abend :D

Es folgte dann irgendwann der 28. (logischerweise) Ich war da zwar schon seit Mittwoch am kränkeln, aber das hat mich nicht abgehalten, nur fast, mit nach Kamakura zu fahren (ich sollte so langsam mal die Postkarten schreiben! Wo ich doch endlich mal welche aufgetrieben hab). Mit dem Bus ist es extrem billig und eigentlich auch gar nicht weit, wenn sich nicht gerade alles staut. Zuerst haben wir uns den  großen Buddha angesehen, über 12 Meter groß, glaub ich, und man kann auch reingehen!

Ich habs geschaft ein Bild ganz ohne Menschen zu machen!! Zum Vergleich wie viele da eigentlich unterwegs waren:

hehe

Dann haben wir zufällig auch noch Sonja, die an der Hosei Uni ist (stimmt doch oder?) und ein paar ihrer japanischen Kollegen getroffen! Manchmal ist Japan wirklich ein Dorf.

Weiter gings mit zwischenzeitlicher Stärkung in Form von riesen Senbei zum Hase-Dera, ein Tempel der so gut wie um die Ecke liegt. Der hat eine wunderschöne Gartenanlage und sogar eine einer Gottheit geweihte Höhle, in die man reingehen kann, allerdings streckenweise nur gebückt.

Senbei :D die allerdings im Laufe der Zeit immer mehr im Mund geworden sind

leider zeigt das Bild nicht wie schön es wirklich war

Am Abend ging es dann wieder Heim, kaum zu glauben, dass wir für den Buddha und den Tempel so viel Zeit gebraucht haben. Wir waren auf jedenfall ziemlich fertig, aber es hat sich gelohnt!

Bis zum Freitag ist dann nicht mehr viel passiert, aber seit dem 3. Dezember bin ich nur am routieren *g*

Am 3. Dezember war wieder ein Treffen mit Kazuki angesagt und wie eine Mail kam dachte ich schon, dass es ins Wasser fällt aber nein, er hat nur gefragt, ob er nicht Freunde mitbringen kann. Ja, warum nicht – mir solls egal sein. Nach dem Unterricht ging es also auf nach Ikebukuro – wo ich dieses Jahr eh noch nicht gewesen bin. Eigentlich war ja 7 ausgemacht, aber irgendwie hat der Herr sich eingebildet, dass wir uns um 6 treffen, also hab ich Shibuya gestrichen und bin gleich nach Ikebukuro gefahren wo ich erst recht hab warten müssen, aber wenigstens war es angenehm warm an dem Tag – mit 23 Grad um Dezember! Als wir endlich alle beisammen waren ging es auf zum Billard :D ich habs ewig nicht mehr gespielt, aber das Glück war an dem Tag halbwegs auf meiner Seite und die ein oder andere Kugel rein ging. Nach dem Billard sind wir noch in ein Izakaya. Seine Freunde waren wirklich nett und Ma-kun hat mich ziemlich an Sato Takeru erinnert muss ich sagen. Irgendwann wolln wir vielleicht mal zusammen zum Karaoke gehn – wär sicher lustig :D Leider keine Bilder gemacht – fail. Aber beim nächsten Mal! (insofern es eins gibt)

Am Samstag war die Welcome-Party, die mein Deutsch Schüler für mich veranstaltet hat. Am Vormittag ist da das Paket meiner Eltern gekommen über das ich mich wie ein Schneekönig gefreut hab und immernoch freu :D Danke Danke!

Mein Schüler und ein Freund von ihm haben Oden und Nabe vorbereitet – super viel. Selbst Clara ist an dem Tag mal richtig satt geworden – glaub ich zumindest. Ehrlich gesagt hat es mich an dem Tag mal wieder super geflasht wie wir es schaffen uns locker einen ganzen Abend auf Japanisch zu unterhalten, völlig zwanglos – immernoch erstaunlich für mich.

Am Sonntag war das Treffen mit Yuki, a la alle guten Dinge sind 3, weil wir das schon 2 Mal verschoben haben. Auf dem Weg nach Shinjuku bin ich in Shibuya ausgestiegen um im 109 einzukaufen, allerdings gabs das was ich wollte nicht mehr, und da ich nicht viel Zeit hatte bin ich einfach nur durchgerusht und mit leeren Händen wieder raus – Geld gespart, da bin ich auch nicht böse *gg*

Nach den obligatorischen, wär hätte es gedacht, Purikura gings zum Karaoke und … Oh mein Gott – was für ne Stimme, die hat mich echt geflasht! Wie ein Orkan, wirklich (merkt man das ichs immer noch nicht pack? *gg*)

Der nächste Programmpunkt war, auch so ziemlich obligatorisch, ein Izakaya mit Nabe – denn das Nomihoudai gabs nur in Kombi mit einem Menü. War aber sehr gut – auch wenn es seltsamerweise die ganze Zeit über Weihnachtslieder gespielt hat, was gar nicht passen wollte… und in die Wände waren Aquarien eingelassen mit ganz viele Fischen drin. Die Izakaya hier sind wir wirklich sehr stylisch – trotzdem ich immer vergess Bilder zu machen.. Schande über mich!

Da es noch relativ zeitig war sind wir dann noch in ein andres Izakaya gezogen, und diesmal war nicht ich es, die sich abgeschossen hat! HA! Das musste jetzt fürs Ego sein *gg* Auf den Weg zum Bahnhof hab ich ein bisschen Stütze gespielt, aber das ist schon okay, ich kenn das ja. Da es mir immer noch zu zeitig und ich sowieso schon in Shinjuku war hab ich noch einen Abstecher nach Kabukucho gemacht – wo ich lustigerweise einen Flyer für nen Laden bekommen hab in dem ich dieses Jahr schon war – aber das haben die anscheinend nicht gemerkt und ich bin nochmal billiger reingekommen :D Luxis <3

23.30 Uhr (diese Uhrzeit bleibt besser unkommentiert) bin ich dann zum Bahnhof und hab in Shinagawa noch so ziemlich die letzte, wenn nicht sogar die letzte Bahn erwischt, die allerdings nur bis Kanazawabunko gefahren ist, was eine Station vor meiner ist. Ich hab keine Ahnung wie (die Yokosuka Schilder waren schon ne Hilfe!), aber ich hab Heim gefunden. Super lustig war noch die Szene wie ich gerade in der Gegend rumsteh und mein Onigiri auspack und ein Auto neben mir hät und der Fahrer mich fragt, ob er mich Heim fahren soll. Keine Ahnung wie lange ich ihn fassungslos angesehen hab bevor ich höflich lächelnd abgelehnt hab.

Ehrlich, ich kann den Berg nicht ausstehen, aber halb zwei in der Nacht lass ich mich sicher nicht von irgendwem Heim fahren. So geistesabwesend könnte ich glaub ich niemals sein (obwohl….xD)

Heute ist wieder Nachhilfe und diese und nächste Woche auch schon wieder verplant – wo auch immer das jetzt auf einmal er kam.

Morgen geh ich mir die Weihnachtsbeleuchtung um Minato Mirai herum ansehen, am Samstag hat mich mein Englisch Schüler zu seinem Club eingeladen, mit anschließendem Nomikai, am Sonntag auch ein Treffen, am Monatg treffen wir uns endlich mal wieder mit unseren Tutorinnen (in einem Izakaya haha) und am Dienstag keine Nachhilfe aber ein Essen und wieder Kyabakura .. ich glaub das wars fürs erste…

und wenn ich nicht kategorisch alles abgelehent, bzw der Tag mehr als 24 Stunden hätte würde ich heute nicht nur Nachhilfe geben, sondern auch noch ins Disneyland gehen und mich mit 2 verschiedenen Leuten treffen xD , aber zum Glück ist der Tag nicht so lang

So, das war ein Monat Japan in Kurzfassung, ich hoffe ich schreib jetzt wieder regelmäßiger, damit sich das nicht mehr so aufstaut (wenn ich nicht zwischen durch die kleinen Nachrichten schreiben würde und mein Handy als Terminkalender missbrauchen würde wüsste ich gar nicht mehr, was ich alles gemacht habe…)

Man liest sich :D

Die neue Unglückszahl
12/10/2010

Bevor ich meine Arbeit fertig schreibe halte ich erstmal das vergangene Wochenende fest.

 

Freitag, 8.10., geplant war es mit unseren Tutoren nach der Uni nach 歌舞伎町 Kabuki-cho zu fahren. Allerdings kam im Laufe des Tages die Nachricht, dass sie nicht kommen und es gern verschieben würden. Für mich ein Fall von „okay, ich trau mich doch nicht“, aber wer weiß…

Gut, ich frag also die anderen beiden, ob wir trotzdem gehen wollen, was wir dann letzten Endes auch getan haben. Im Übrigen hab ich an diesem Tag von meinem Seminarlehrer mit dem Kommentar „Ich hab zwei davon, du kannst eins haben“ ein Buch von einem Host bekommen, das den klangvollen Namen ホスト裏物語 (in etwa: Geschichten der Kehrseite von Hosts) hat. Ist auch sehr unterhaltsam bis jetzt. Mit diesem Buch hab ich mit die Zeit vertrieben, die wir auf Clara gewartet haben, weil sie noch ein Paket heim schaffen musste.

Bis nach Shinagawa war die Fahrt recht angenehm, doch die Yamanote-Linie war (mal wieder) hoffnungslos überfüllt und Kuschelkurs getreu dem Motto „free hugs“ angesagt. Diese Situation hat auch für einige Lacher auf unserer, beziehungsweise meiner Seite gesorgt, da Ali (gezwungenermaßen) so aussah, als würde sie den Typen vor ihr belästigen.

Nach der Ankunft ins Shinjuku haben wir uns erstmal mit Essen versorgt (meine Mister Donuts Karte wurde reaktiviert und hat 33 Punkte!) und draußen auf der Straße gegessen.

Schon da hatte Ali Spaß mit „Stachelschweinen“, „Palmen“ und „Puschel dem Eichhörnchen“ – alles Bezeichnungen für Menschen mit seltsamen Frisuren.

Gut, wir machen uns also auf die Suche nach dem ersten Club, finden das richtige Gebäude und steigen in den Fahrstuhl, mit ein paar Hosts die uns schon für ein andres Stockwerk überreden wollten, aber nein, es musste das siebte für uns sein (man merke sich diese verfluchte Zahl). Wir steigen aus, stehen vor einer Tür, aber das Schild ist nicht das richtige. Am Gebäude selber und im Fahrstuhl war es zwar zu sehn, aber nicht an der Tür. Kurz entschlossen laufen wir über die Stufen außerhalb des Gebäudes die Stockwerke ab …

..super Aussicht…

…aber aufgegeben haben wir doch.

Kein Problem! Was wären wir ohne eine Alternative, also auf zum nächsten Club … den wir nicht gefunden haben, der liegt übrigens so rein theoretisch auch im siebten Stock. Was solls, zum Glück hab ich noch ein paar Adressen abfotografiert, weiter gehts also. Wieder einmal im siebten Stock (fällt wem was auf?) gehen wir in den ausgewählten Club wo uns ein freundlicher Herr indirekt darauf hinweiste, dass wir doch bitte wieder gehen sollen. Inzwischen sind wir schon 3/4 von Kabuki-cho abgelaufen und ich war in Straßen, die ich vorher noch nie gesehn habe, mal davon abgesehen das es mich sehr irritiert hat, dass das an dem Tag so schwer war einen Club zu finden. Okay, aufgeben war noch nicht drin, besonders für Clara, und wir haben den nächsten – es darf geraten werden in welchem Stock- gesucht, wo wir allerdings auch nicht das Gebäude finden konnten (im Nachhinein glaube ich, dass wir einfach noch ein bisschen geradeaus hätten gehen müssen).

Fünfter Versuch, Stockwerk Nummer …. 4!! Und was passiert? Wir kommen rein! Verfluchte 7!  Nach 1 1/2 – 2 Stunden Suche endlich was gefunden, Odyssee fürs erste vorbei.

Wir haben gelernt, dass wir in der Reihenfolge in der wir gesessen sind mit unseren Namen Shiratori spielen können (Clara – a-> Ali – li -> Linda). Eine Zote will ich hier festhalten, weil sie einfach zu lustig war. Als wir mit Mister Evangelion (von allen anderen so genannt), dem Prinzen (selbsternannt) und dem Hamster (von mir zu einem erklärt) zusammensaßen kamen wir irgendwie auf das Thema „Kochen“, woraus dann Rückschlüsse auf unseren Charakter gezogen wurden:

„Ali sieht so aus, als ob sie immer kochen würde. Linda sieht so aus wie die, die daneben steht und kommandiert ‚Koch endlich was‘. Und Clara macht den Eindruck, als würde sie nachher alles putzen.“

Herrlich! Wir haben wirklich Unterhaltungskünstler bei uns gehabt, war sehr lustig, besonders als ich die Herren davon abhalten wollte den anderen beiden zu erklären was es mit 枕 (makura – Kopfkissen) auf sich hat…

Wie sich herausgestellt hat waren wir gerade an einem Event-tag da (theoretisch sogar ein Doppelevent): zum einen noch 90 Minuten extra für welche, die zum ersten Mal da waren und zum anderen konnten die Hosts in selbstgewählter Kleidung erscheinen (hatte mich schon gewundert).

Jedenfalls haben die 90 Minuten extra dazu geführt, dass wir unsere letzten Bahn relativ knapp verpasst haben – und das wir (besonders ich) sehr heiter waren, was mal wieder zu dem Ich-sprech-nur-noch-auf-Japanisch-wenn-ich betrunken-bin-Syndrom geführt hat, aber Ali gings auch recht gut, trotz Erkältung. Auf dem Weg zu eben jener Bahn sind wir noch von wem angehalten wurden der uns in seinen Laden holen wollte woraufhin ich meinte (mit dem Gedanken das wir es schaffen) wenn wir die Bahn nicht erreichen kommen wir vorbei. Bahn nicht erreicht, Laden nicht gefunden, aber der Typ hat angerufen und ist uns hinterher gerannt, gut das wir so unauffällig sind.

Der Laden war nicht so gut, aber zumindest ne Stunde nicht draußen rumlaufen, was wir im Anschluss noch zur Genüge gemacht haben. Zwischen 2(3) und 4(5) ist es schwer was zu finden, was man machen kann. Irgendwann haben wir uns dekorativ in die Gegend gestellt, nach einer kleinen Pause beim McDonalds, wo wir den wohl seltsamsten Typen des Tages getroffen haben. Der hat einen Affen auf dem Arm gehabt! Mit der Begründung, dass er damit die Leute dazu bringt stehen zu bleiben und ihm zuzuhören woraufhin ich nur entgegnet habe, dass ich Affen nicht gerade sympathisch finde. Nachdem ich dem Guten noch an den Kopf geworfen hab der er verdächtig aussieht (schon alleine wegen dem Affen) ist er dann endlich abgezogen und wir sind rauf zum Bahnhof, wo dann auch bald die erste Bahn gefahren ist.

Um 7 Uhr in der Früh waren wir dann endlich daheim und dachten uns, wir könnten gemütlich bis 3 am Nachmittag schlafen, weil da der Typ für das Internet kommen wollte. Allerdings hat es schon um 11, nachdem ich noch nicht geschlafen hatte, an der Tür geläutet, weil der Typ Ali angerufen hat, dass er in 5 Minuten vorbei kommt. Okay, auch gut. Sehr gesprächig war der Gute nicht und ich hatte das Gefühl, dass er die meiste Zeit nur rumgesessen ist, aber am Ende hat es doch funktioniert und wir waren zufrieden mit uns und der Welt.

Am gleichen Abend hatte ich eigentlich geplant mich mit jemanden zu Treffen und in ein 居酒屋 Izakaya zu gehn, was sich allerdings erübrigt hat, als ich erfolglos versucht habe Geld abzuheben!

Am Ende hat sich dann herausgestellt, dass zu der Zeit, wie ich weggefahren bin, also Mitte September, das System für Auslandslimits geändert wurde (man muss die jetzt für einen gewissen Zeitraum und für einen gewissen Teil der Erde beantragen – was zu Hölle?) und ich egal was ich gemacht hätte, nichts hätte abheben können, weil das Limit auf 0 war! Dank meiner Eltern, die extra zur Bank gegangen sind gehts jetzt wieder und ich habe den 10000 Yen Schein, den ich gestern abgehoben hab angeglitzert mit meinen Augen.

So viel zum Wochenende, dass mich gelehrt hat die Zahl 7 zu fürchten.

 

Seht und staunt!
24/04/2010

… Denn ich habe es endlich geschafft den Header zu verändern. Er ist zwar ganz ansehnlich geworden, aber weit von dem entfernt, was ich mir für diese Seite vorgestellt oder gewünscht habe.  Aber das kann sich ja noch ändern wenn ich an der Quelle zu passendem Material sitze.

Und wo ich gerade bei der Quelle bin, nämlich Japan, es gibt neue Infos: Abflug am 15.September mit KLM – hätte ich gewusst, dass ich so oft mit denen fliegen werde, dann hätte ich Meilen gesammelt. Lustigerweise habe ich bei einem mehr oder minder Vorstellungsgespräch mal gemeint, dass es mein Hobby wäre, Flugmeilen zu sammeln. Ja, so wirklich aus der Luft gegriffen ist das wohl nicht.

Okay, zurück zum Thema: da wir am 16. vor 16 Uhr ankommen sollen fliege ich wie gesagt am 15. mit 4 Stunden Aufenthalt in Amsterdam, aber das kennen wir ja schon von Früher.

Die Offenbarung der Gestaltung unserer ersten Tage in Japan sieht folgendermaßen aus:

16 September: Arrival

17 September: General Orientaion

18,19,20 September: Japanese National Holidays

21 September: Orientation-2, Registration at the ward office

22 September: Term(Classes) start

Als kleines Extra gab es noch Informationen zu unseren kleinen Appartements. Und  als  Randnotiz: nicht, dass ich etwas gegen Studentenwohnheime hätte oder so – im Gegenteil, ich würde damit klar kommen, nachdem ich selber ein paar Jährchen in einem verbracht habe, aber zu sagen ein „eigenes“ Appartement zu haben (und wenns im Endeffekt nicht größer ist als ein Zimmer im Studentenwohnheim) hat schon was. Sehr chic.

Besagte Appartements liegen, wie wir nun endlich wissen, im Gebiet Mutsuura, welches ich dummerweise imme rmit Matsuura betiteln will. Genauer ging die Adresse leider nicht, aber im Vergleich zu „Yokohama“ ist „Mutsuura“ schon um ein ganzes Eck genauer (wer sich das nicht vorstellen kann der schaue sich bitte eine Karte an). Und das Beste:

Equipment: Fully furnished. (Private Bath, Air-conditioner, Mini-fridge, Washing Machine、TV、Bed, Table, etc.)

Und all das ganz für mich! Ja die Freude ist groß wenn ich daran denke wie es ist sich mit einer ganzen Etage die Küche zu teilen, da hilft selbst die beste Putzfrau der Welt nicht mehr viel.

Zu gerne würde ich ja die Bilder zeigen, die im Anhang sind, aber ich bin gerade nicht in der Lage, die Bilder aus dem Word-Dokument rauszubekommen, darum muss es auch ohne gehen.

Anderes Thema: wie ich heute in einem Anflug an Pflichtbewusstsein meine Texte für DaF gelesen habe, habe ich den absurden innerlichen Drang verspürt mich weiter mit dem Thema meiner letzen Seminararbeit auseinander zu setzen und nein, diesmal nicht als Vorwand (Feldforschung lässt grüßen), sondern tatsächlich mit wissenschaftlichen Ambitionen. Was macht also der motivierte Student? Er sucht auf Youtube. Im Zuge meiner kurzen und ergiebigen Suche bin ich dann auf diese kleinen Perlen gestoßen (nicht weil sie so qualitativ hochwertig sind, sondern schlicht und ergreifend unterhaltsam, zumindets für mich):

Nummer 1, dessen Kommentare einfach zu göttlich sind, ich habe schon nach den ersten Sekunden lachen müssen

Nummer 2, mit einer Synchronisation die ich besser unkommentiert lasse

Dem folgten ein paar privatere Videos, wobei ich mir bei einer „Serie“ nicht sicher bin, ob ich nicht einen bissigen Kommentar hinterlassen soll oder einfach nur mit einem Auge lachen und dem anderen weinen. Allerdings hat mich das wieder in Aufbruchstimmung ausbrechen lassen. So much to do so much to see…. nur leider gibt es keine backstreets die ich nehmen kann um mal eben 5 Monate zu überbrücken. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob ich wirklich „leider“ sagen soll und nicht „zum Glück“, denn immerhin lässt man alle Menschen, die man sonst mehr oder weniger sehen kann, wann man will, für einen recht langen Zeitraum hinter sich.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, präziser: ich hatte es vor den Osterferien, dass es gar nicht mal nötig ist bis nach Japan zu gehen, wenn Japan fast im wahrsten Sinne zu einem selbst kommt.

Durch das bereits erwähnte Tutor-System bin ich nun in Kontakt mit einigen Japanern – besser gesagt das Yokohama Grüppchen. So trug es sich zu, dass wir nichtsahnend einfach nur Essen gehen wollten bei dem Japaner unseres Vertrauens, dem, bei dem ich mein Praktikum absolviert habe, aber letztlich zum Billardspielen mit gewissen Angestellten gekommen sind, gefolgt vom „noch einen Trinken gehen“, auf seine Rechnung wohl gemerkt, Babysitter spielen und Nerven, die sich am liebsten die Kugel geben wollten, beziehungsweise demjenigen, der den Alkohol wohl nicht so sehr verträgt, wie er ihn trinken will – oh was freue ich mich auf die Nomikai! An jenem Abend habe ich mich wirklich gefühlt, als wäre ich schon lange in Japan, da wir den Japanern mit 2:5 weitaus unterlegen waren.

Zu dem besagten Essen-gehen kam es im Übrigen durch eine Okonomiyaki-Party, die die Yokohama Mädchen für ihre Tutoren veranstaltet haben. Auch da war schon dieses „wozu eigentlich noch den Kontinent verlassen?“ -Gefühl, aber noch nicht ganz so ausgeprägt. Umso ausgeprägter war allerdings der Morgen nach der Party, aber das würde nun doch zu sehr ausufern (nicht, dass ich das nicht sowieso schon täte, aber ich muss den Schreibmangel der letzten Zeit ja irgendwie kompensieren). Interessant war allerdings, dass sie das Okonomiyaki nicht richtig hinbekommen hatten. Nun ja, Alkohol destilliert und killt alle Geschmacksnerven – hoch willkommen! Nein, so schlimm war das natürlich bei weitem nicht, aber es hat bei uns doch schon für gen Norden wandernde Augenbrauen gesorgt.

Ich denke, ich habe mich „literarisch“ genug ausgetobt für heute.

Nachsatz: ich habe gerade neue Tags eingeführt bei denen ich mir sicher bin, dass sie in Zukunft noch weitaus häufiger gebraucht werden… |D

Bis zum nächsten Mal werde ich über die quälende Frage nachdenken: Pro oder Kontra Smilies in meinen Einträgen?!

Nachsatz 2: und hier eine richtige Perle! Ich wünschte, die hätte ich damals für meine Arbeit gefunden… Das schreit ja geradezu nach einer Fortsetzung