14/08/2011

Was ist eine der blödesten Sachen, die einem passieren kann kurz,  bevor man heim fährt?

Richtig! Man hat eine Abschiedsfeier, setzt sich in die so ziemlich letzte Bahn und………………………………….. verschläft um kurz vor der Endstation aufzuwachen. Wär ja nicht so das arge Problem, wenn nicht a) kein Zug mehr retour gehen würde und man b) irgendwo im Nirgendwo gelandet wäre

Puh~ das war dann doch sehr tränenreich muss ich zu meiner Schande gestehen. Ich mein ja, ich hätte nen Sitzplatz direkt vorm heimeligen Bahnhof gehabt und es war auch alles andre als kalt aber… ich glaub die Option würden  die meisten als letzte wählen, zumindest wenn man allein unterwegs ist.

Jedenfalls hab ich dann in alter Tradition (es gibt Dinge, die sollte man sich „abgewöhnen“, bevor sie Tradition werden, eindeutig) einen Taxifahrer gefragt, was denn der ganze Spaß bis Oppama kostet. Antwort: „6000“ – was natürlich äußerst blöd ist, wenn man nur noch 5000 bei sich hat und damit eigentlich die letzten 3 Tage auskommen wollte.. nett in der Theorie, ist in der Praxis aber leider gescheitert

Gut, ich verzieh mich wieder auf meine Bank und beobachte wie die Leute, die auf ein Taxi warten immer weniger werden. Als dann keine mehr da waren hab ich einfach mal gefragt, ob ich auch für 5000 nach Oppama komm und Gott hab ihn seelig, ich bin an einen geraten, der mich für „nur“ die kleine Summe von 5000 Yen gefahren hat.

Wo ist die eigene Gelddruckerei, wenn man mal eine brauch? D:

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ein wahres Wort
15/03/2011

+++ Altkanzler Schmidt verteidigt Japans Informationspolitik +++

[14.19 Uhr] Helmut Schmidt hat Verständnis für die zurückhaltende Informationspolitik der japanischen Regierung im Zusammenhang mit den Atomunfällen in Fukushima. „Es ist notwendig, vermeidbare Paniken zu vermeiden“, sagte Schmidt in einem Interview mit der „Zeit“. „Die Regierung ist nicht gezwungen, alles zu sagen, was sie weiß. Sie ist nur dazu gezwungen, dass das, was sie sagt, der Wahrheit entspricht.“ Sie dürfe nicht lügen. Der Ex-Kanzler wandte sich dagegen, die Katastrophe in Japan für die innerdeutsche Atomkraft-Diskussion zu missbrauchen. Schmidt verwahrte sich dagegen, als großer Vorkämpfer für die Atomkraft wahrgenommen zu werden.

 

Ich stimme voll und ganz zu! Was ich von den Medien daheim mitbekommen und von den Politikern finde ich zum Teil beschämend! Natürlich sollte man nichts herunter spielen, aber was nützt es Panik zu machen? Was bringt es, wenn gewisse Botschaften jetzt schon Jod-Tabletten verteilen? Was bringt es, wenn in Deutschland Menschen Geigerzähler kaufen?!

Rationales Denken scheint Mangelware…

Licht ins Dunkel
13/03/2011

beziehungsweise genau das Gegenteil.

Vor wenigen Stunden wurden planmäßige Stromunterbrechungen angekündigt, die im 3 Stunden-Takt durch Provinzen und Bezirke zirkulieren um Strom zu sparen, was in Anbetracht der mangelnden Versorgung (durch Ausfall der Kraftwerke) auch nicht verwunderlich ist

 

Zu diesem Zweck wurden 5 Gruppen eingeteilt – und irgendwie blick ich nicht durch

laut einer Kolegin der Uni bin ich Gruppe 1, die einmal morgens und einmal nachmittags Stromausfall hat, laut einem Freund hätte ich von 2 bis 7 keinen Strom und laut ner Internetseite fällt Yokohhama sogar in 3 Gruppen womit ich fast den ganzen Tag keinen Strom hätte

 

ich tappe, morgen sogar wortwörtlich, im Dunkeln

Geschüttelt, nicht gerührt
12/03/2011

Ein Erdbeben nach dem anderen im Moment, wobei die Epizentren über die japanische Landkarte wandern – irgendwann spiel ich Punkteverbinden damit

 

Interessant ist es auch den Inhalt der Nachrichten im Inland (Japan) und Ausland zu vergleichen, wo die Situation der Atomkraftwerke ja sehr sehr dramatisch dargestellt wird…

Da weiß man gar nicht mehr, wem man nun glauben schenken soll und ganz ehrlich, ich bin es auch langsam leid. Es ist super anstrengend das alles zu verfolgen, aber es nicht verfolgen kann man auch nicht, wenn man sich hier befindet.

 

Und gerade wieder eine Erdbebenwarnung – diesaml aus der anderen Richtung (die, die wir schon gewohnt sind)

Seht und staunt!
24/04/2010

… Denn ich habe es endlich geschafft den Header zu verändern. Er ist zwar ganz ansehnlich geworden, aber weit von dem entfernt, was ich mir für diese Seite vorgestellt oder gewünscht habe.  Aber das kann sich ja noch ändern wenn ich an der Quelle zu passendem Material sitze.

Und wo ich gerade bei der Quelle bin, nämlich Japan, es gibt neue Infos: Abflug am 15.September mit KLM – hätte ich gewusst, dass ich so oft mit denen fliegen werde, dann hätte ich Meilen gesammelt. Lustigerweise habe ich bei einem mehr oder minder Vorstellungsgespräch mal gemeint, dass es mein Hobby wäre, Flugmeilen zu sammeln. Ja, so wirklich aus der Luft gegriffen ist das wohl nicht.

Okay, zurück zum Thema: da wir am 16. vor 16 Uhr ankommen sollen fliege ich wie gesagt am 15. mit 4 Stunden Aufenthalt in Amsterdam, aber das kennen wir ja schon von Früher.

Die Offenbarung der Gestaltung unserer ersten Tage in Japan sieht folgendermaßen aus:

16 September: Arrival

17 September: General Orientaion

18,19,20 September: Japanese National Holidays

21 September: Orientation-2, Registration at the ward office

22 September: Term(Classes) start

Als kleines Extra gab es noch Informationen zu unseren kleinen Appartements. Und  als  Randnotiz: nicht, dass ich etwas gegen Studentenwohnheime hätte oder so – im Gegenteil, ich würde damit klar kommen, nachdem ich selber ein paar Jährchen in einem verbracht habe, aber zu sagen ein „eigenes“ Appartement zu haben (und wenns im Endeffekt nicht größer ist als ein Zimmer im Studentenwohnheim) hat schon was. Sehr chic.

Besagte Appartements liegen, wie wir nun endlich wissen, im Gebiet Mutsuura, welches ich dummerweise imme rmit Matsuura betiteln will. Genauer ging die Adresse leider nicht, aber im Vergleich zu „Yokohama“ ist „Mutsuura“ schon um ein ganzes Eck genauer (wer sich das nicht vorstellen kann der schaue sich bitte eine Karte an). Und das Beste:

Equipment: Fully furnished. (Private Bath, Air-conditioner, Mini-fridge, Washing Machine、TV、Bed, Table, etc.)

Und all das ganz für mich! Ja die Freude ist groß wenn ich daran denke wie es ist sich mit einer ganzen Etage die Küche zu teilen, da hilft selbst die beste Putzfrau der Welt nicht mehr viel.

Zu gerne würde ich ja die Bilder zeigen, die im Anhang sind, aber ich bin gerade nicht in der Lage, die Bilder aus dem Word-Dokument rauszubekommen, darum muss es auch ohne gehen.

Anderes Thema: wie ich heute in einem Anflug an Pflichtbewusstsein meine Texte für DaF gelesen habe, habe ich den absurden innerlichen Drang verspürt mich weiter mit dem Thema meiner letzen Seminararbeit auseinander zu setzen und nein, diesmal nicht als Vorwand (Feldforschung lässt grüßen), sondern tatsächlich mit wissenschaftlichen Ambitionen. Was macht also der motivierte Student? Er sucht auf Youtube. Im Zuge meiner kurzen und ergiebigen Suche bin ich dann auf diese kleinen Perlen gestoßen (nicht weil sie so qualitativ hochwertig sind, sondern schlicht und ergreifend unterhaltsam, zumindets für mich):

Nummer 1, dessen Kommentare einfach zu göttlich sind, ich habe schon nach den ersten Sekunden lachen müssen

Nummer 2, mit einer Synchronisation die ich besser unkommentiert lasse

Dem folgten ein paar privatere Videos, wobei ich mir bei einer „Serie“ nicht sicher bin, ob ich nicht einen bissigen Kommentar hinterlassen soll oder einfach nur mit einem Auge lachen und dem anderen weinen. Allerdings hat mich das wieder in Aufbruchstimmung ausbrechen lassen. So much to do so much to see…. nur leider gibt es keine backstreets die ich nehmen kann um mal eben 5 Monate zu überbrücken. Allerdings bin ich mir auch nicht sicher, ob ich wirklich „leider“ sagen soll und nicht „zum Glück“, denn immerhin lässt man alle Menschen, die man sonst mehr oder weniger sehen kann, wann man will, für einen recht langen Zeitraum hinter sich.

Manchmal habe ich auch das Gefühl, präziser: ich hatte es vor den Osterferien, dass es gar nicht mal nötig ist bis nach Japan zu gehen, wenn Japan fast im wahrsten Sinne zu einem selbst kommt.

Durch das bereits erwähnte Tutor-System bin ich nun in Kontakt mit einigen Japanern – besser gesagt das Yokohama Grüppchen. So trug es sich zu, dass wir nichtsahnend einfach nur Essen gehen wollten bei dem Japaner unseres Vertrauens, dem, bei dem ich mein Praktikum absolviert habe, aber letztlich zum Billardspielen mit gewissen Angestellten gekommen sind, gefolgt vom „noch einen Trinken gehen“, auf seine Rechnung wohl gemerkt, Babysitter spielen und Nerven, die sich am liebsten die Kugel geben wollten, beziehungsweise demjenigen, der den Alkohol wohl nicht so sehr verträgt, wie er ihn trinken will – oh was freue ich mich auf die Nomikai! An jenem Abend habe ich mich wirklich gefühlt, als wäre ich schon lange in Japan, da wir den Japanern mit 2:5 weitaus unterlegen waren.

Zu dem besagten Essen-gehen kam es im Übrigen durch eine Okonomiyaki-Party, die die Yokohama Mädchen für ihre Tutoren veranstaltet haben. Auch da war schon dieses „wozu eigentlich noch den Kontinent verlassen?“ -Gefühl, aber noch nicht ganz so ausgeprägt. Umso ausgeprägter war allerdings der Morgen nach der Party, aber das würde nun doch zu sehr ausufern (nicht, dass ich das nicht sowieso schon täte, aber ich muss den Schreibmangel der letzten Zeit ja irgendwie kompensieren). Interessant war allerdings, dass sie das Okonomiyaki nicht richtig hinbekommen hatten. Nun ja, Alkohol destilliert und killt alle Geschmacksnerven – hoch willkommen! Nein, so schlimm war das natürlich bei weitem nicht, aber es hat bei uns doch schon für gen Norden wandernde Augenbrauen gesorgt.

Ich denke, ich habe mich „literarisch“ genug ausgetobt für heute.

Nachsatz: ich habe gerade neue Tags eingeführt bei denen ich mir sicher bin, dass sie in Zukunft noch weitaus häufiger gebraucht werden… |D

Bis zum nächsten Mal werde ich über die quälende Frage nachdenken: Pro oder Kontra Smilies in meinen Einträgen?!

Nachsatz 2: und hier eine richtige Perle! Ich wünschte, die hätte ich damals für meine Arbeit gefunden… Das schreit ja geradezu nach einer Fortsetzung

So so, sie will also nach Japan?
16/01/2010

Ja in der Tat, genau das will sie und wird sie hoffentlich auch tun, nachdem die ganze Odyssee an Formularen, Motivations- und Empfehlungsschreiben mal vorbei ist. Da mich eben jene Dokument so lustig im Kopf gemacht haben, man bedenke es ist 3 Uhr 34 – nachts, or read: ich hab mir die erste Hälfte des Tages mit einer Artikelbesprechung um die Ohren geschlagen und zweite mit dem Übersetzten eines fast 2-Seitigen Motivationsschreiben ins Japanische, sodass mein Hirn zwar nur mehr Matsch ist aber auf wundersame Weise genau in jenen Momenten monströse Satzkonstruktionen zu produzieren in der Lage ist, kam mir doch die größenwahnsinnige Idee jetzt schon mit meine Memoiren des Auslandsjahres zu beginnen obwohl ich noch nicht einmal da bin. Punkt.

So sieht man mal, was erstmal an Aufwand und Zeit im Voraus investiert werden muss, wobei ich ja gestehen muss, dass es Menschen gibt, die da weitaus schlimmer dran sind; soll heißen, dass es wortwörtlich ein Stapel ist, der sich vor ihnen auftürmt und wie sei großer Bruder Babel darauf wartet vernichtet zu werden. Viel Glück!

Meine gefühlsmäßige Odyssee als ich erfahren habe, dass ich ein Jahr im Ausland studieren werde erspare ich mal der Welt und vor Allem mir selber. Wir wollen ja aus einer Mücke keinen Elefanten machen wie gewisse Professoren S., welche sich in einem Labyrinth an Fehlinformationen verlaufen machen und somit nicht nur sich sonder auch mir das Leben erheblich schwerer machen. Warum nicht einfach auf die simple Idee kommen einen erfahren Kollegen D. zu fragen, welcher sich nur ein paar Tage später als ein Musterbeispiel eines zu fragenden Professors herausgestellt hat. Schnell, Präzise und unkompliziert – der Traum eines jeden Bittstellers.

Da fällt mir ein, ich habe noch gar nicht erwähnt wohin die Reise denn geht wenn ich meinen Koffer gepackt habe. Final Destination (nun ja, besser nicht) : Städtische Universität Yokohama!

Warum nun die Yokomhama? Gute Frage, wer eine Antwort weis möge mich doch bitte erleuchten. Natürlich habe ich die Yokohama in meiner Rangliste gehabt, allerdings hat sie von  ganzen 3 Plätzen den bronzenen erwischt, offensichtlich aber nicht bei der höheren Macht M., welche die Plätze (zuweilen willkürlich?) verteilt hat. Das Interessante ist, dass ich mich bereits für die letzte Reise nach Jeruslam beworben habe, allerdings hatte ich da die Yokohma in meiner Platzierung geflissentlich ignoriert woraufhin die hohe Macht M. mich fragte, warum ich denn nicht an die Yokohama will, die liegt ja so schön am Meer. Gerne hätte meine innere Stimme geflötet, dass es mir eigentlich egal ist wohin sich mich schicken, solange sie es überhaupt tun, aber da war das Stimmchen wohl zu langsam und ich Quittierte diese Aussage mit Schweigen. Das Ende vom Lied kennen wir ja, dieses Mal stand die Yokohama mit dabei und simsalabim – da werde ich hin geschickt. Zufall? Mutwillige Manipulation? Schicksal? Das kann mir wohl nur die hohe Macht M. beantworten, aber um ehrlich zu sein vermeide ich lieber jegliche Konfrontation mit ihr wenn es geht.

Inzwischen ist es 4 Uhr 33 und mein Gehirn nicht mehr ganz so enthusiastisch was unterhaltsame verschriftlichte Selbstgespräche angeht.

So viel zu momentanen Veränderungen.

Und irgendwann werde ich auch meinen Header verändern, jawohl!